ADVENTURES IN FOAM

Neue Ausstellungsreihe startet mit Patrick Rampelotto

Formforschung mit Schaum, wildes Denken und doch Potenzial zum Serienprodukt? – Der Designer Patrick Rampelotto forscht nach neuen Formen und Gestaltungsstrategien mit einem ungewöhnlichen Material: Mit Polypropylenschaum, der bei 140°C binnen Minuten verarbeitet werden muss, sofort aushärtet und formstabil wird. So entstehen aus der einzigen bekannten Kunststoffart, die schäumbar und zugleich lichtdurchlässig ist, Sitzflächen, Gefäße, Skulpturen und sogar Lampen.

MAK-Ausstellungsansicht “ANGEWANDTE KUNST. HEUTE. PATRICK RAMPELOTTO. Adventures in Foam” MAK-Studiensammlung Möbel, 25.1.-6.5.2012

ANGEWANDTE KUNST. HEUTE
Mit der Ausstellungsreihe ANGEWANDTE KUNST. HEUTE soll eine Plattform für zeitgenössische Formen der angewandten Kunst und damit eine größere Sichtbarkeit für besonders interessante Positionen in Österreich lebender und arbeitender AbsolventInnen der Universität für angewandte Kunst geschaffen werden.

PATRICK RAMPELOTTO. Adventures in Foam
Ausstellungsreihe ANGEWANDTE KUNST. HEUTE
MAK-Studiensammlung Möbel
25.1.-6.5.2012
Kuratorin: Marlies Wirth
[www.MAK.at]
[www.patrickrampelotto.com]

Bei Claude Lévi-Strauss stieß Rampelotto in dessen Buch Das wilde Denken (La pensée sauvage, 1962) auf den Begriff der „Bricolage“. Bricolage, so wie es Rampelotto in sein Design übersetzt, bedeutet eine prozessorientierte Strategie mit dem Mut zum Experiment. Doch auch ein per se nicht zweckbestimmtes Handeln zeitigt mitunter neue Ideen und Lösungsansätze, so hat ein für die Ausstellung entstandener Lampenschirm durchaus das Potenzial für die Serienproduktion von Unikaten.

In der Ausstellung Adventures in Foam sind neben den experimentellen Schaumobjekten weitere Designobjekte zu sehen, die zwischen Designprodukt und Kunstobjekt oszillieren. Sie zeichnen sich durch einen multifunktionalen Ansatz aus, dessen intelligente Ästhetik Möglichkeiten in der Anwendung und Assoziationsspielräume offen lassen.

„Nicht das Produkt selbst, sondern der Weg dorthin, der Denk- und Handlungsprozess, hat das Potenzial zukünftig nachhaltig zu wirken und neue Anwendungsbereiche zu erschließen.“ – Marlies Wirth, Ausstellungskuratorin

MAK-Ausstellungsansicht ANGEWANDTE KUNST. HEUTE PATRICK RAMPELOTTO. Adventures in Foam MAK-Studiensammlung Möbel, 25.1.-6.5.2012 Test, 2012


Zur Person:
1978 in Sterzing, Italien, geboren, studierte Rampelotto zunächst Jus und wechselte dann an die Universität für angewandte Kunst Wien. Während seines Industrial-Design-Studiums (2000–2006) beschäftigte er sich mit den Materialien Glas, Silikon und Filz in Verbindung mit traditionellen Fertigungsmethoden und Hi-Tech-Produktion.

Während des Studiums entwickelte er gemeinsam mit der Firma Lobmeyr in Wien die Schatulle Plic, welche in die Studiensammlung der Universität aufgenommen wurde. Nach dem Diplom bei Prof. Ross Lovegrove begann er in Wien für EOOS Design zu arbeiten. Seit 2009 ist Rampelotto selbständig in den Bereichen Shop-, Möbeldesign und Modeaccessoires tätig.

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