27/10 ASIEN

li: Derby Jockey © Tokihiko Ishiki, Yutaka Take, Shin Kudo / Shogaku-kan; re: Utagawa Toyokuni I. (1769–1825) Ichikawa Danjuro in Shibaraku Japan, Edo, ca. 1810 Ukiyo-e / Farbholzschnitt K.I. 07603-042

li: Derby Jockey © Tokihiko Ishiki, Yutaka Take, Shin Kudo / Shogaku-kan; re: Utagawa Toyokuni I. (1769–1825) Ichikawa Danjuro in Shibaraku Japan, Edo, ca. 1810 Ukiyo-e / Farbholzschnitt K.I. 07603-042

MAK-Sammlung Asien
Kustode: Johannes Wieninger
Diskussion und Präsentation
Donnerstag, 27. Oktober 2011, 12.30–14.30 Uhr
MAK-Säulenhalle

Die MAK-Sammlung Asien spannt mit rund 25.000 Objekten aus China, Japan, Korea, Vietnam, dem arabischen, osmanischen und persischen Raum, datiert vom Neolithikum bis in die Gegenwart, einen breiten Bogen über Kunst und Kunstgewerbe aus dem asiatischen Raum und gibt gleichzeitig Einblick in die jahrhundertelange Wechselbeziehung zwischen Europa und Asien.

Die Sammlung, deren Bestände auf Objekte aus dem ehemaligen Handelsmuseum zurückgeht, die Direktor Arthur von Scala bei seinem Wechsel vom Handelsmuseum ins Museum für Kunst und Industrie ins Haus bringt, wird zur Inspirationsquelle für den Japonismus in Wien um 1900. Damit beeinflusste das Haus am Stubenring Kunst und Lehre am Beginn der Moderne, wie Secession und Kunstgewerbeschule. Der Kulturtransfer zwischen Europa und Asien ist ein programmatisches Thema der Sammlung, es ist auch kaum möglich, westliche Materialgeschichte ohne Bezüge zu asiatischen Arbeiten umfassend zu verstehen.

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Chinesisches Porzellan, japanische Lackarbeiten, japanische Farbholzschnitte (Ukiyo-e) und japanische Färbeschablonen (Katagami) bilden heute die Schwerpunkte der Asien-Sammlung.

Der bedeutendste Sammlungsbereich, chinesische und japanische Keramiken und Porzellane, beinhaltet äußerst qualitätvolle Beispiele aus den unterschiedlichsten Epochen und zeigt den Variationsreichtum ostasiatischer Keramiken von ihren Ursprüngen an. Der Sammlungsschwerpunkt liegt entsprechend der Hochblüte der Produktion auf dem 18. Jahrhundert. Zu den kostbarsten Arbeiten, die in diesem Sammlungssegment vertreten sind, zählen unter anderen ein früher Blauweiß-Teller aus der Yuan-Dynastie (1271–1368), Teekeramiken aus China und Japan, chinesische Porzellane der Kangxi-Periode (1666 – 1722) aus der Sammlung August des Starken sowie ein Porzellanbild den Berg Fuji darstellend des japanischen Künstlers Kawamoto Masukichi (1831–1907), welches nach der Wiener Weltausstellung 1873 von der japanischen Regierung dem Museum geschenkt wurde.

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Die qualitätvolle Sammlung japanischer Lackarbeiten umfasst Objekte ab dem frühen 17. Jahrhundert und ist besonders reich an Beispielen aus der Meiji-Periode (1868–1912). Zu den herausragenden Sammlungsobjekten zählt hier etwa eine japanische Lackmalerei in Fächerform von Ikeda Taishin (1829–1903).

Die Katagami-Sammlung des MAK ist mit 10.000 Objekten eine der größten Sammlungen ihrer Art weltweit. Sie gibt einen beeindruckenden Überblick über die Herstellung, Färbetechnik und Ornamentgeschichte des Katagami, das seit dem 7. Jahrhundert in Japan als angesehenes Kunsthandwerk zum Färben von Leder, Stoff und Papier galt.

Das historische Erbe dient auch als Grundlage zur Untersuchung zeitgenössischer Phänomene, wie etwa der japanischen Manga-Comics: Ausgehend von der These, dass Manga – ähnlich wie ursprünglich Ukiyo-e – die Entwicklung der visuellen Kultur beeinflussen, arbeitet die MAK-Sammlung Asien derzeit am Aufbau einer Manga-Sammlung, die die visuelle Ästhetik dieses Massenphänomens anhand exemplarischer Beispiele dokumentiert.

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Gerade eine Sammlung wie diese kann dazu beitragen, das ideale Museum des 21. Jahrhunderts tatsächlich als Spiegelbild der multikulturellen und universal verknüpften Gesellschaft neu zu definieren und den vielschichtigen Kulturaustausch in einer globalisierten Welt zu untersuchen.

Teile der MAK-Sammlung Asien sind bereits online zugänglich. Neben der Sammlung japanischer Farbholzschnitte/Ukiyo-e, die bereits vollständig erfasst ist, sind knapp 1000 kunstgewerbliche Objekte aus China, Japan, Korea und Vietnam in der MAK-Sammlungsdatenbank (www.sammlungen.mak.at) verzeichnet.

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>> Präsentation Asien

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