Auf den Spuren von Franz Schmoranz junior durch die MAK-Sammlung

Angewandte Feldforschung hat eine StudentInnengruppe unter der Leitung von Johannes Wieninger, Kustode MAK-Sammlung Asien, im Rahmen der Übung Orientalismus in Wien – Franz Schmoranz jun. am Wiener Institut für Kunstgeschichte unternommen. Über ein Semester hinweg beschäftigten sich die angehenden KunsthistorikerInnen mit dem Werk von Franz Schmoranz junior, einem der zentralen Vertreter des orientalischen Stils in Architektur und Kunstgewerbe, und durchforsteten auf seinen Spuren die Archive des MAK.

 

 

Franz Schmoranz jun. (1845–1892) ist heute vor allem für seine Entwürfe orientalisierender Gläser der Firma Lobmeyr sowie für den ägyptischen Pavillon auf der Wiener Weltausstellung 1873 bekannt. Seine Sammeltätigkeit, der das MAK einen Großteil der Fliesen aus osmanischer Zeit verdankt, wurde bisher allerdings kaum thematisiert. Auch das nur mehr in Fragmenten erhaltene Arabische Zimmer im heutigen MAK ist weitgehend in Vergessenheit geraten.

Fliesen, Damaskus, um 1600 © MAK, Schmoranz im MAK
Fliesen, Damaskus, um 1600
© MAK

In Kleingruppen bearbeiteten die StudentInnen folgende Themen:

  • Das Netzwerk von Franz Schmoranz junior
  • Der ägyptische Bau auf der Wiener Weltausstellung 1873
  • Das Arabische Zimmer im Österreichischen Museum für Kunst und Industrie, dem heutigen MAK
  • Rekonstruktion der Historischen Ausstellung des islamitischen Orientes, Wien 1876
  • Katalog der Historischen Ausstellung des islamitischen Orientes, Wien 1876
  • Orientalisierende Gläser der Firma Lobmeyr nach Schmoranz-Entwürfen
  • Die Fliesensammlung von Franz Schmoranz junior im MAK

In einem kurzen Video verraten uns die Seminar-TeilnehmerInnen ihre Vorgehensweise und die Erkenntnisse aus dem Versuch, die Sammlungsgeschichte zu rekonstruieren:

Mit dieser Übung wurde versucht, die Entstehung einer Sammlung in zeitgenössische Zusammenhänge zu stellen. Während einige der Themen, wie beispielsweise die orientalisierenden Gläser der Firma Lobmeyr oder das Arabische Zimmer, bereits zum Teil erarbeitet waren, konnten die StudentInnen mit der Archivforschung wirkliches Neuland betreten.

Ein Beitrag organisiert von Veronika Träger, MAK-Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Video: © MAK/Paul Wünsche
© MAK

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