29/11 METALL UND WIENER WERKSTÄTTE

MAK-Schausammlung Wiener Werkstätte

MAK-Schausammlung Wiener Werkstätte

MAK-Sammlung Metall und Wiener Werkstätte Archiv
Kustodin: Elisabeth Schmuttermeier
Präsentation und Diskussion
Dienstag, 29. November 2011, 12.30–14.30 Uhr
MAK-Säulenhalle

Die MAK-Sammlung Metall umfasst heute ca. 20.000 Objekte aus Europa und Nordamerika vom 14. Jahrhundert an bis zur Gegenwart. Sie dokumentiert so unterschiedliche Bereiche wie Kleinplastik, Bestecke, Schmuck, geistliche und weltliche Goldschmiedearbeiten, Leuchter und auch astronomische Geräte. Seit dem Beginn der Sammlung im Jahr 1863 werden neben historischen Stücken ebenso zeitgenössische Arbeiten angekauft. Im Laufe der Museumsgeschichte konnten die Bestände auch durch Legate bedeutender Sammler, Ankäufe und Tausch wesentlich erweitert werden – wie etwa durch die Schenkung der Sammlung Sobek: 160 Altwiener Uhren, datiert zwischen 1760 und 1900, die in der MAK-Expositur Geymüllerschlössel zu sehen sind. Weiters finden sich reiche Bestände an Gegenständen zum österreichischen, englischen und französischen Jugendstil; Objekte, die in dieser Zeit gesammelt und somit fälschungsfrei sind. Metallarbeiten der Wiener Werkstätte kamen ab 1908 ins Haus. Von besonderer Bedeutung im Hinblick auf die Gründungsidee des Museums ist auch die Sammlung an galvanoplastischen Kopien als Vorbildersammlung von Form und Dekor. Gegenwärtig sind „Highlights“ der MAK-Sammlung Metall vor allem in den Schauräumen Empire Biedermeier und Wiener Werkstätte ausgestellt.

In Zukunft sollen die Bestände der Zinn- und Schmucksammlung sowie der Skulpturen durch Forschungsprojekte exakter bearbeitet werden und Sonderausstellungen zu den Themen Schmuck, Fälschungen und Wiener Kunstgewerbeschule gezeigt werden. In Bezug auf den Sammlungszuwachs liegen die Präferenzen derzeit bei den Themenbereichen Besteck der Gegenwart und zeitgenössischer Schmuck, aber auch die eine oder andere Lücke in den historischen Sammlungen wäre bei Gelegenheit zu füllen.

Mit dem Wiener Werkstätte Archiv, das dem MAK 1955 von seinem letzten Besitzer Alfred Hofmann geschenkt wurde, besitzt das Museum eine umfangreiche Sammlung von Entwurfszeichnungen der Künstler der Wiener Werkstätte, Stoffmuster, Gebrauchsgrafik, Postkarten, Plakate, Original-Modezeichnungen, Blaupausen verschiedener Textilien, Tapetenmusterbücher, aber auch Geschäftskorrespondenzen, Presseclippings, Inserate, Pläne von WW-Lokalen und vieles mehr. Mit seinen wertvollen Beständen dokumentiert dieses Archiv die Fülle und Schaffenskraft der Wiener Werkstätte (1903-1932), macht Entwurfsprozesse nachvollziehbar und zeigt eindrucksvoll, wie die Wiener Werkstätte mit ihrer erstmals bis ins kleinste Detail ausgefeilten, prägenden Corporate Identity modernes Markendesign vermarktete.

Bestände aus dem Archiv, wie einzelne Entwurfszeichnungen, Postkarten oder Plakate, wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. Die Chronologie der Wiener Werkstätte in den MAK-Publikationen Der Preis der Schönheit und Yearning for Beauty basiert auf den Erkenntnissen aus dem Archiv.

Auf Basis umfangreicher Forschungsprojekte wurden bereits die Entwürfe, die Postkarten und das Fotoarchiv der Wiener Werkstätte online veröffentlicht (www.sammlungen.mak.at ). Die Bearbeitung der Bestände Spitzen und Stoffe (Textilabteilung) ist in Planung.

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