9. Oktober 2026
a never ending story … die Katagami-Sammlung des MAK
Seit mehreren Jahren widmet sich die MAK Sammlung Asien intensiv den Katagami – japanischen Färbeschablonen. Das Team der MAK Sammlung Asien gibt persönliche Einblicke in seine Forschungsarbeit, von Entdeckungen und neuen Fragen bis zu den vielen kleinen Schritten, die nötig sind, um eine umfangreiche Sammlung wie jene der Katagami Stück für Stück zu erschließen.
Sammlungsgeschichte
von Johannes Wieninger, Kustode der MAK Sammlung Asien, bis 2019
Mit mehr als 9.000 Exemplaren besitzt das MAK eine der weltweit größten Sammlungen japanischer Färbeschablonen, der sogenannten Katagami. Umfangreicher ist nur die Sammlung des Dresdner Kunstgewerbemuseums mit rund 15.000 Exemplaren. 1892 gelangten die Katagami aus der Sammlung Heinrich Siebolds (1852–1908) in das Handelsmuseum. Dessen Bestände wurden 1907 größtenteils vom Museum für Kunst und Industrie – dem heutigen MAK – übernommen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts beeindruckte der Reichtum der Ornamente zahlreiche Künstler*innen und inspirierte sie zu „neuen“ Musterentwürfen. Viele Katagami aus der Museumssammlung wurden für den Unterricht an die Kunstgewerbeschule – heute Universität für angewandte Kunst – ausgeliehen. Dort lehrten unter anderem die „Ornamentkünstler“ Josef Hoffmann und Koloman Moser.

Katagami mit kleinteiligem Flächenmuster OR 3925-268 © MAK/Georg Mayer

Koloman Moser, WW-Vorsatz- und Packpapier mit Rosenmarke nach 1903, KI 13743-1. Die vielfältige Ornamentik der japanischen Färbeschablonen war Inspiration für viele Künstler in der Zeit um 1900. © MAK/Georg Mayer
Die Sammlung wurde 1972 erstmals im Münchner Ausstellungskatalog Weltkulturen und moderne Kunst veröffentlicht. Danach wuchs das Interesse: Sie wurde neu geordnet und für Künstler*innen und Designer*innen zugänglich gemacht, darunter die Textilkünstlerin Ursi Fürtler (*1939), der das MAK 2026 die Personale URSI FÜRTLER. Textil – Abstrakt widmete.

Katagami mit geometrischem Muster OR 3925-1409 © MAK/Georg Mayer

Blick in die Ausstellung URSI FÜRTLER. Textil – Abstrakt, MAK 2026 © MAK/Christian Mendez
Angeregt durch die MAK Ausstellung JOSEF HOFFMANN: Ornament zwischen Hoffnung und Verbrechen (1987) sowie die Pariser Ausstellung Le japonisme (1988) wurde dieser Sammlungsteil zu einem Schwerpunkt der Wiener Japonismus-Forschung. Die Ausstellungen Verborgene Impressionen: Japonismus in Wien, 1870–1930 und Japonisme in Vienna, die 1994 in Tokio stattfand, machten die Sammlung international bekannt.

Blick in die Ausstellung Verborgene Impressionen: Japonismus in Wien, 1870–1930, MAK 1990
Erstmals wurde in einer MAK Ausstellung die Vielfalt japanischer Ornamentik aufgezeigt.
© MAK
1991 begann das MAK mit der Digitalisierung der Sammlungskataloge. Seither gab es mehrere Versuche, die japanischen Färbeschablonen nach einem international verständlichen Schema zu beschreiben. Die Vielfalt der Ornamentkombinationen erwies sich jedoch als schwer zu erfassen. Erst 2016 konnten anlässlich des Internationalen Symposiums Katagami in the West an der Universität Zürich erste Ergebnisse der digitalen Katalogisierung vorgestellt werden.
Dokumentation
von Sabine Petraschek, Mitarbeiterin der MAK Sammlung Asien
Dank des Ausstellungsbetriebs hatten sich bereits 2014 mehr als 1.000 Fotografien von Katagami angesammelt. An eine systematische Dokumentation der umfangreichen Sammlung war jedoch noch kaum zu denken. Durch gutes Zusammenspiel und kreatives Denken fanden Sabine Petraschek und der MAK Fotograf Georg Mayer schließlich einen Weg, die gesamten Katagami ohne Zeitdruck zu fotografieren.
So wurden – nebenbei und abseits einer projektorientierten Arbeitsweise – innerhalb von etwa zweieinhalb Jahren mehr als 9.000 Katagami digitalisiert.
Parallel dazu wurden Grunddaten in die interne Datenbank eingegeben und mit den Fotografien verknüpft. Diese Arbeiten bilden die Grundlage für die weitere Bearbeitung und Publikation der Sammlung über die MAK Sammlung Online.
Während der ersten Erfassung fielen immer wieder Aufschriften und Stempel auf den Katagami auf.
2019 übernahm Mio Wakita-Elis die Leitung der Asiensammlung. In der Folge wurde beschlossen, die Aufschriften systematisch zu dokumentieren. Bis dahin war dies nur in begrenztem Umfang erfolgt. Der umfangreiche Bestand des MAK bietet jedoch die Möglichkeit, vertiefte Erkenntnisse über die Herstellung und den Handel von Katagami zu gewinnen.
Die Umsetzung erforderte eine erneute Sichtung und Dokumentation der Bestände. Damit war eine mehrjährige, detaillierte Tätigkeit verbunden, die zusätzlich zu den laufenden Aufgaben der Sammlungsbetreuung durchgeführt werden musste. Johannes Wieninger erklärte sich daraufhin bereit, die fotografische Dokumentation und die Zuordnung der Objekte ehrenamtlich zu unterstützen.
Inzwischen ist auch bei dieser Dokumentationsarbeit ein Ende abzusehen. Mit Stand September 2026 wurden 8.700 Schablonen neu vermessen. Dies ist insofern wichtig, als sich die Rapportgröße im Laufe der Zeit verändert hat und somit für die Datierung hilfreich sein kann. Zudem wurden bisher mehr als 250 unterschiedliche Händler- und Qualitätsstempel dokumentiert, die auf rund 10% aller Katagami zu finden sind. Auf mehr als 30% der Schablonen finden sich weitere Aufschriften, die sich auf Herstellung, Handel und Verwendung beziehen können.
Nicht vergessen werden dürfen die zahlreichen Texte in den wiederverwendeten Papieren (Makulatur), die interessante Rückschlüsse ermöglichen und ebenfalls zur Datierung beitragen können. Die Auswertung all dieser zusätzlichen Informationen hat begonnen, wird aber noch viel Zeit in Anspruch nehmen.

Händlerstempel von Shimaya Jinbee (嶋屋甚兵衛) (Geschäftsname Shimajin 嶋甚), der auf den Handel mit Schablonen mit kleinteiligen Mustern (小紋 komon) spezialisiert war.
Links: OR 3925-5383, rechts: OR 3925-3207
Nur in einer umfangreichen Sammlung können fragmentarische Stempelabdrucke durch Vergleiche identifiziert werden.
© MAK

Stempel der Firma 蛭子屋 Ebisuya
Links: OR 3925-867, rechts: OR 3925-3390
Viele Stempel sind mit freiem Auge nicht mehr erkennbar, weil der Großteil der Stempelfarbe im Druckvorgang weggewaschen wurde – erst mit scharfem Durchlicht lassen sie sich entziffern.
© MAK

Katagami (Detail)
Wiederverwendung von gebrauchtem Papier mit holländischem Text.
OR 3925-1213
Papier war kostbar und wurde generell häufig wiederverwendet, auch für Färbeschablonen. Als Makulatur finden sich Rechnungsbücher, alte gedruckte Bücher, ja sogar ein Sterberegister eines buddhistischen Tempels. Die Verwendung eines holländischen Textes ist einmalig in der MAK Sammlung
© MAK/Georg Mayer

Stanzen unterschiedlichster Art finden sich rechts am oberen Rand. Es können Zahlen, Schriftzeichen, aber auch nur Kombinationen aus mehreren Punkten sein. Ihre genaue Bedeutung ist noch nicht klar.
© MAK/Christian Mendez
Bearbeitung
von Mine Scheid, Mitarbeiterin der MAK Sammlung Asien
Mine Scheid begann im September 2017 mit der Bearbeitung der Katagami-Sammlung des MAK. In den ersten drei Monaten sollten 75 Färbeschablonen für eine Präsentation in Japan kategorisiert und beschrieben sowie zusammengehörige Schablonen mithilfe eines Bildprogramms zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden.
Drei Monate erschienen für ein systematisches Vorgehen zu kurz. Daher konzentrierte sich Scheid zunächst auf Muster, die sich leicht erkennen und beschreiben ließen, etwa Schildkröten, Kraniche, Kirschblüten oder Chrysanthemen. Dabei bemerkte sie, dass manche scheinbar chaotischen Muster nach einem ähnlichen „Rhythmus“ gestaltet waren. Digital zusammengefügt, entstand aus solchen Mustern ein gegenständliches Bild. Viele Schablonen müssen miteinander kombiniert werden, doch war ihre ursprüngliche Reihenfolge zumeist durcheinandergeraten. Da Scheid hier völliges Neuland betrat, erscheinen ihr die ersten Versuche und Musterbeschreibungen rückblickend sehr dürftig.
Ab Januar 2018 begann dann die systematische Aufarbeitung aller Katagami des MAK. Ein zentraler Ausgangspunkt für Scheids weitere Arbeit war die Frage nach der Bedeutung der abgebildeten Muster und nach einer daraus abzuleitenden Kategorisierung. Pflanzen- oder Tiermuster waren einfach zuzuordnen. Doch wohin gehören Schriftzeichen (moji 文字) oder Landschaften? Das Lexikon japanischer und chinesischer Muster (Nihon Chūgoku no mon’yō jiten 日本・中国の文様辞典) Tokyo 2006, das Scheid in einer Buchhandlung in Japan gefunden hatte, erwies sich dabei als besonders hilfreich. Schriftzeichen zählten demnach zu den „Mustern mit Gegenständen“ (kibutsu mon’yō 器物文様), Landschaften zu den Naturmustern (shizen mon’yō 自然文様).
Die meisten Motive sind glückverheißend, stehen also für Wohlergehen, Reichtum, Gesundheit oder langes Leben. Manche Motive symbolisieren die Jahreszeiten, so steht z.B. „geborstenes Eis mit Pflaumenblüten“ (kōri ume 氷梅) für den Frühlingsbeginn. Andere Motive erinnern an den Lauf der Zeit und die Vergänglichkeit. Dazu zählen alle „auf dem Wasser treibenden“ (nagare/nagashi 流れ/流し) Objekte oder Pflanzen. Auch beim Anblick von Herbstgräsern (akikusa 秋草) wie Nelken (nadeshiko 撫子), Buschklee (hagi 萩), Kudzu (kuzu 葛), Wasserdost (fujibakama 藤袴), Ballonblumen (kikyō 桔梗), Goldbaldrian (ominaeshi 女郎花) und Chinaschilf (susuki 薄) wurden die Menschen „des alten Japan“ an die Vergänglichkeit des Lebens erinnert. „Wagenräder in fließendem Wasser“ (ryūsui katawaguruma 流水片輪車) wiederum symbolisierten das Leben, das sich in stetem Wandel befindet. Und mit der Darstellung „Sumpf-Schwertlilien und der Yatsuhashi Brücke“ wird die 9. Episode des Ise Monogatari 伊勢物語 zitiert, in der ein Adeliger aus der Hauptstadt in den rauen Osten des Landes reist.

Katagami OR 3925-1557. Die Darstellung vom geborstenen Eis mit Pflaumenblüten weist auf den Vorfrühling hin. © MAK/Georg Mayer

Katagami Brücke und Sumpf-Schwertlilien. Ein Motiv zur 9. Episode des Ise Monogatari OR 3925- 5851 © MAK/Georg Mayer
Unter den 9.000 Katagami sind sicher noch viele Muster dabei, die auf ein Gedicht, eine Geschichte oder auf Geschehnisse hinweisen, die bisher noch nicht identifiziert werden konnten. Aber eine Datenbank ist „Work in Progress“, und so können Einträge im Laufe der Zeit mehrmals korrigiert, ergänzt und überarbeitet werden.
Als die Erfassung der Katagami–Datenbankeinträge Mitte 2025 mehr oder weniger abgeschlossen war, startete eine neue Herausforderung, nämlich die Identifikation der Händlerstempel, die auf sehr vielen Schablonen zu finden sind. Das bedeutete, die Namen in antiker Siegelschrift zu entziffern, ihnen die richtige Lesung zuzuordnen, und im günstigsten Fall den Standort und die Geschäftsform des Händlers herauszufinden. Auch die Form des Stempels und das Händlerzeichen mussten beschrieben werden. Bald stellte sich jedoch heraus, dass sie für die historischen Einordnung der Katagami-Produktion unerlässlich ist. Es handelt sich dabei um einen Forschungszweig, der auch in Japan selbst noch in den Kinderschuhen steckt. Je länger Mine Scheid sich diesem Thema widmete, umso mehr eröffnete sich ihr eine lebendige Welt von hochspezialisierten Handwerkern in den Werkstätten auf dem Land, die allerfeinste Muster in Schablonen schneiden, welche dann von Trägern zusammengebündelt auf dem Rücken in die weit entfernte Hauptstadt Edo getragen werden, um schlussendlich in Spezialgeschäften verkauft zu werden. Die Stoffmuster wiederum wurden auch detailgetreu auf Holzschnitten (Ukiyoe 浮世絵) der Edo-Zeit dargestellt, und enthalten auch hier versteckte Anspielungen auf den Charakter der Protagonisten – daraus ergibt sich eine thematische Beziehung zur ebenfalls sehr umfangreichen MAK Sammlung japanischer Farbholzschnitte, die im selben Zeitraum wie die Katagami ihre Hochblüte erlebten.

Katagami mit Schriftzeichen OR 3925-6977. Schriftzeichen zählen zu den „Mustern mit Gegenständen“ © MAK/Georg Mayer

Utagawa Kuniyoshi 歌川國芳 (1798-1861). 53. Gedicht aus der Serie Vergleiche zur Ogura-Anthologie der Hundert Gedichte von Hundert Dichtern (Ogura nazorae hyakunin isshu 小倉擬百人一首) Ukiyoe, Farbholzschnitt, um 1845 BI 17423-53 Modische Katagami Muster finden sich auch in zeitgleichen japanischen Farbholzschnitten. © MAK/Georg Mayer
Ausblick in die Zukunft
von Mio Wakita-Elis, Kustodin MAK Sammlung Asien, seit 2019
脇田 美央
Die digitale Veröffentlichung der Katagami-Sammlung auf der MAK Sammlung Online ist international auf große Resonanz gestoßen. Die Veröffentlichung der Objektbilder und von detaillierten Informationen wie der genauen Bezeichnung von verschiedenen Mustern ist weltweit einmalig. Einige Museen und akademische Institutionen in Japan und Europa haben zwar in ihren Datenbanken Katagami veröffentlicht, aber Quantität und Qualität der Einträge reichen bei Weitem nicht an die MAK Katalogisierung heran.
Die Pionierleistung der MAK Sammlung Asien wurde auf vielfältige Art und Weise gewürdigt. So haben zahlreiche Museen weltweit in ihren eigenen Digitalisierungsprojekten unsere Bearbeitungen zum Vorbild genommen. Auch die online zugängliche Erschließung der japanischen Färbeschablonen des MAK macht andere Museen auf unsere Sammlung aufmerksam. So kamen in letzter Zeit nicht wenige Leihansuchen für externe Museumsausstellungen in Japan, der Schweiz, Dänemark und den USA zustande. Außerdem spielt die Katagami-Sammlung des MAK eine zentrale Rolle als künstlerischer Ausgangspunkt für Projekte bildender Künstler*innen.
Die einzigartige Stellung dieser Sammlung hat ein großes Potenzial für zukünftige Projekte. Im Bereich Forschung gibt es noch einiges zu klären. Die genauen Herkünfte, die Vertriebswege und die Umstände des Transfers der Färbeschablonen innerhalb von Japan und bis in die Sammlung von Heinrich Siebold stellen beispielsweise große Desiderate dar. Japan im späten neunzehnten Jahrhundert, als Heinrich Siebold das große Konvolut mit annährend 10.000 Schablonen erworben hat, war geprägt von tiefgreifenden Umwälzungen auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. Die Handelsgeschichte von Färbeschablonen in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, vor allem in der Zeit nach der politisch-gesellschaftlichen Wende um 1868 wurde noch kaum in der Wirtschaftsgeschichte Japans berücksichtigt. Weitgehend im Unklaren bleiben auch die Verbindungen zwischen Werkstätten, Färbschablonenhändlern, Färbern und Textilhändlern sowie japanischen Antiquitätenhändlern mit ausländischer Kundschaft. Und vielleicht kommen wir auch noch einer wichtigen Frage näher: Wer waren die hoch kreativen Designer*innen?
Im Laufe des Projekts wurde auch eine sehr große Menge an handschriftlichen Aufschriften dokumentiert. Diese „Spuren der Vergangenheit“, die wir zusammentragen, ergeben eine ungeahnte Fülle an vergessenen Informationen zum Gebrauch der Färbeschablonen. Ein Beispiel zeigt eine der zukünftigen Aufgabenstellungen: die Schablone mit der Inventarnummer OR 3925-867 hat, wie viele andere katagami aus der MAK Sammlung, eine kursiv und in einer abgekürzten Form geschriebene Aufschrift, die sehr wahrscheinlich „hidari kyūmai“ gelesen werden kann, in etwa „links, neun Blätter“.

Katagami mit Aufschrift mit Tusche (Detail) OR 3925-867 „hidari kyūmai“ kann etwa mit „links, neun Blätter“ übersetzt werden. Eine einzige Aufschrift aus drei Schriftzeichen bleibt ein Rätsel. Erst die Kombination mit anderen Aufschriften wird einen Sinn ergeben © MAK

Katagami mit Aufschrift mit Tusche (Detail) OR 3925-867 „hidari kyūmai“ kann etwa mit „links, neun Blätter“ übersetzt werden. Eine einzige Aufschrift aus drei Schriftzeichen bleibt ein Rätsel. Erst die Kombination mit anderen Aufschriften wird einen Sinn ergeben © MAK
Aus diesem sehr kurzen Text ergeben sich gleich mehrere neue Fragen: Worauf bezieht sich „neun Blätter“? Was bedeutet „links“? Bedeutet dies, dass diese Färbschablone ein Teil eines mehrteiligen Sets war? Wo sind die anderen Schablonen?? Haben wir sie vielleicht in unserer Sammlung? Wer hat die Katagami wann beschriftet?
Erst die Kombination mit anderen Aufschriften könnte einen Sinn ergeben − und für diese Forschung, die spannende Perspektiven eröffnen wird, braucht es wiederum eine große Sammlung wie die des MAK.
All die bisher unbeachteten Details ergeben – wenn sie wie ein Puzzle kombiniert werden − einen lebendigen Blick in die Vergangenheit Japans.
Kooperationen mit Kolleg*innen und Institutionen auf mehreren Gebieten in Japan sind in Planung.
Das Katagami-Projekt der MAK Sammlung Asien hat also noch ein großes Potenzial für Forschung, Kunstprojekte und Ausstellungen. Zu diesem wertvollen Kulturdenkmal aus Japan in unserer Sammlung wird in der Zukunft noch einiges zu sehen sein.
Ein Beitrag des Teams der MAK Sammlung Asien
Projektleitung:
Mio Wakita-Elis, Kustodin MAK Sammlung Asien
Projektassistenz:
Sabine Petraschek, Mitarbeiterin der MAK Sammlung Asien, Sammlungsbetreuung und Katalogisierung
Mine Scheid, Mitarbeiterin der MAK Sammlung Asien, Katalogisierung und Übersetzungen
Johannes Wieninger, ehemaliger Kustode der MAK Sammlung Asien