Abraham und David Roentgen als Vorläufer der Serienmöbelfertigung im 19. Jahrhundert

Im achten Beitrag der MAK Blog-Serie über den Kunst- und Kabinettschrank von David Roentgen beschreibt die Historikerin und Kunsthistorikerin Maren-Sophie Fünderich die Manufaktur von Abraham und David Roentgen in Neuwied mit ihren Prinzipien der Betriebsführung als Vorläufer der Serienmöbelfertigung. Sie setzte Ende des 19. Jahrhunderts ein und ermöglichte breiten Schichten des Bürgertums den Erwerb gut gestalteter Möbel zu erschwinglichen Preisen.

Auf den ersten Blick passt beides überhaupt nicht zusammen: Luxusmöbel von Abraham (1711–1793) und David Roentgen (1743–1807), zwei der berühmtesten und teuersten Kunsttischler des 18. Jahrhunderts und Lieferanten an Fürsten- und Königshöfe in ganz Europa, und demgegenüber bezahlbare, gut verarbeitete Möbel für den aufstrebenden bürgerlichen Mittelstand Ende des 19. Jahrhunderts. Auf der einen Seite also Handwerk in höchster Vollendung, unübertroffen in Qualität und Verarbeitung, wie wir sie beispielsweise bei einer Pultschreibkommode von Abraham Roentgen finden. Auf der anderen Seite gute Gebrauchsmöbel für bürgerliche Mietwohnungen, mit denen Angestellte und Beamte aus dem Mittelstand nicht ihre Herkunft, sondern die eigene Leistung darstellen wollen, ohne allerdings die nicht unerheblichen Kosten einer solchen Selbstrepräsentation aus den Augen zu verlieren. Dafür steht zum Beispiel das von Karl Gross entworfene bürgerliche Wohnzimmer, das Ende 1899 auf der „Volkstümlichen Ausstellung für Haus und Herd“ in Dresden gezeigt wurde.

Abraham Roentgen, Pultschreibkommode, um 1755–1760
Roentgen-Museum Neuwied,
Leihgabe des Förderkreises der Abraham und David Roentgen Stiftung
© Wolfgang Thillmann
Karl Gross, Wohnzimmer, 1899
aus: Innendekoration 1900

Der große Gegensatz zwischen luxuriöser Eleganz einerseits und neuem bürgerlichen Wohlstand tritt aber zurück, wenn der kunsthistorische Blick auf die ganz unterschiedliche Beschaffenheit der jeweiligen Einzelmöbel um eine wirtschaftshistorische Perspektive ergänzt wird. Europas angesehenste und erfolgreichste Möbelunternehmer des 18. Jahrhunderts stehen in einer Reihe mit denen, die im 19. Jahrhundert unter anderen Bedingungen und für andere Märkte, aber doch nach ähnlichen Grundsätzen Möbel entwarfen und fertigten. Es lässt sich eine Verbindung ziehen von den Ebenisten Abraham und David Roentgen aus Neuwied zu dem Tischler Michael Thonet (1796–1871) aus der Nachbarstadt Boppard am Rhein. Dieser experimentierte einige Jahrzehnte später mit Bugholzmöbeln, perfektionierte sie, schrieb mit ihnen Designgeschichte und produzierte vor allem gute Sitzmöbel für einen großen Markt. Von Michael Thonet lässt sich die Verbindung weiterziehen zu den Möbelfabriken Ende des 19. Jahrhunderts. Die Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst beispielsweise fertigten maschinell ganze Zimmerausstattungen von guter Qualität und bedienten, wie Thonet, auch einen Massenmarkt.

Wie eng die Entwicklung qualitätvoller Möbel mit Produktionsbedingungen und Marktverhältnissen zusammenhängt, wurde schon im Jahr 1786 in der ersten deutschen Modezeitschrift hervorgehoben, im Journal der Moden aus Weimar, das im Jahr darauf in Journal des Luxus und der Moden umbenannt wurde. Gleich im ersten Heft, zum Auftakt einer Artikelreihe über Ameublement, heißt es: „England wird doch sicher noch lange Zeit Gesetzgeber des Geschmacks in diesem Fache für ganz Europa bleiben, weil es theils, alle seine Fabriken, die einander zuarbeiten und sich unterstützen müssen, schon in einem hohen Schwunge und in der besten Einrichtung hat, theils seine Materialien dazu in bester Qualität, leicht und um wohlfeile Preiße haben kann, und endlich auch seine Arbeiter ohne Vergleich besser bezahlt.“

Englische Möbelkunst zeichnete sich nicht nur durch einen schlichten, unverwechselbaren Stil aus, der über Vorlagenwerke in Europa schnelle Verbreitung fand. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch patent metamorphic furniture, technisch raffinierte, multifunktionale Möbel, so genannte Verwandlungsmöbel. Vor allem aber war eine arbeitsteilige Herstellung von Möbeln in englischen Manufakturen üblich, die in Europa jedoch noch unbekannt war. Wie ein cabinet maker arbeitete, hatte Abraham Roentgen schon als junger Handwerksgeselle gesehen. Er ging 1731 mit zwanzig Jahren auf Wanderschaft und reiste nach Stationen in Den Haag, Rotterdam und Amsterdam schließlich nach London weiter. Dort arbeitete er unter anderem auch mit dem bedeutenden Ebenisten John Channon (1711–1783) zusammen, der für Marketerien berühmt war. Sieben Jahre, bis 1738, war Abraham Roentgen unterwegs.

Die handwerklichen Fertigkeiten, aber auch die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse, die er in den Londoner Werkstätten erwarb, sollten für Abraham Roentgen entscheidend werden. Nach Anfängen im hessischen Herrnhaag, einer Siedlung der pietistischen Herrnhuter Brüdergemeinde, kam Roentgen im Oktober 1750 in die Residenzstadt Neuwied. Hier baute er eine Manufaktur nach englischem Vorbild auf. Dabei kam ihm zugute, dass ihn der aufgeklärte Landesherr Johann Friedrich Alexander Graf zu Wied-Neuwied (1706–1791) vom städtischen Zunftzwang befreite. Als Gegenleistung durfte Abraham Roentgen aber nicht für Bürger in Neuwied, sondern nur für den Landesherrn arbeiten. Deshalb lieferte er seine exquisiten Möbel auch an andere Adelshäuser am Rhein und in Mainfranken und machte sich auf diese Weise einen Namen in der höfischen Welt. David Roentgen, sein ältester Sohn, machte eine Schreinerlehre im väterlichen Betrieb, unternahm danach eine Reise nach London und übernahm in Neuwied die Manufaktur im Jahr 1772, noch zu Lebzeiten des Vaters. David Roentgen war noch nicht 30 Jahre alt, als er begann, die Fabrik zu einer der ersten Adressen in Europa für Möbelkunst auszubauen. Ein Beispiel für vollendete Präzision ist die kunstvoll mit Blumen-Marketerien gefertigte Schatulle von David Roentgen aus Ahorn- und Rosenholz mit Messing.

David Roentgen, Schatulle, um 1775
Roentgen-Museum Neuwied
© Wolfgang Thillmann

Abraham und David Roentgen konnten in ihrer Werkstatt die überragende Qualität nur erreichen, weil sie auf Rationalisierung und Spezialisierung setzten. Die einzelnen Möbel wurden nach dem englischen Vorbild in Kastenbauweise erstellt. Sie wurden aus gleich gestalteten Korpusformen zusammengesetzt, die Spezialisten gefertigt hatten. Nur auf ihr Fachgebiet konzentriert, konnten diese Spezialisten die Techniken in Marketerie, Mechanik oder Bemalung immer weiter verfeinern, dabei Modetrends aufgreifen und auch neue setzen. Rationalisierung und Spezialisierung erlaubten Serien desselben Möbelstücks mit kleinen Variationen, aber auch einheitliche Raumausstattungen aus unterschiedlichen, aber gleich gestalteten Möbeltypen. Die Werkstatt produzierte auch Möbel auf Vorrat, sie wartete nicht nur auf Bestellungen. Deshalb mussten sich Abraham und David Roentgen weniger um Aufträge bemühen als vielmehr um Kunden werben. Auf Messen in Frankfurt am Main, Bonn oder Mainz zeigten sie Tische, Kommoden und Fauteuils, sie warben in Annoncen, verschickten Geschäftskarten und präsentierten durchreisenden Kunden in der Werkstatt ihre Möbel mit aufwendigen Marketerien und raffinierter Mechanik. Die notwendige Bildung, um mit der Oberschicht erfolgreich zu verhandeln, hatten sie. Abraham korrespondierte regelmäßig mit seiner adeligen Kundschaft, und David unternahm mit den exquisiten Möbeln, die sich für den Transport zerlegen ließen, unentwegt Verkaufsreisen zu Königshäusern von St. Petersburg bis Paris. Dort gab es auch ein Verkaufslager.

Mit dieser unternehmerischen Strategie waren Abraham und David Roentgen ihrer Zeit weit voraus. Wie modern Produktionsabläufe, Marketing und Vertrieb in ihrer Manufaktur waren, zeigen einhundert Jahre später beispielsweise Ratschläge des Nationalökonomen Gustav Schmoller. Was er 1870 in seiner Geschichte der deutschen Kleingewerbe empfiehlt, könnte auch von den Roentgens stammen. Den verzweifelten Tischlern, die ihre Handwerksbetriebe durch neue größere Werkstätten und Möbelfabriken in ihrer Existenz bedroht sehen, rät Schmoller nämlich zu unternehmerischem Denken:

„Der tüchtige Meister versucht auf Vorrath zu arbeiten, sucht vor Allem einen mehr als lokalen Absatz; er versucht alle technischen Fortschritte zu benutzen, er kauft einzelne Theile, die andere Geschäfte besser liefern, von ihnen, beschränkt sich mehr noch in der Anfertigung als im Verkauf auf bestimmte Spezialitäten; den veränderten Bedürfnissen dienend, vielfach ganz neue Artikel anfertigend, braucht er verschiedene Arbeitskräfte; hat er nur zwei bis drei Arbeiter, so gehören sie doch häufig verschiedenen früher getrennten Gewerben an.“

Auch Michael Thonet trieb die Strategie von Rationalisierung und Spezialisierung konsequent weiter, auf andere Weise als Abraham und David Roentgen, mit anderen Möbeln und für einen ganz anderen Kundenkreis. In seinem Handwerksbetrieb, den er 1819 gründete, stellte Thonet zunächst Biedermeiermöbel her, übertrug aber 1830 ein Verfahren aus dem Schiffsbau in die Möbeltischlerei und begann, Möbelbestandteile aus dicken Furnieren zu biegen. Er experimentierte weiter und perfektionierte das Verfahren unter Verwendung von Massivholz.

In Wien, wo er sich bessere berufliche Chancen ausrechnete, gründete Michael Thonet 1849 sein Familienunternehmen und machte Bugholzmöbel schließlich zu einem qualitätsvollen und schlichten Massenartikel. Thonet entwickelte Spezialmaschinen für die Produktion, weil Material- und Arbeitsaufwand so gering wie möglich sein sollten. Die Firma Gebrüder Thonet beschäftigte überwiegend angelernte Arbeiter, die die Möbel, meistens Stühle, in großen Stückzahlen aus normierten Bauteilen zusammensetzten. Das Modell Nr. 14, der Wiener Kaffeehausstuhl, 1859 erstmals hergestellt, wurde schließlich Thonets größter Erfolg, ein Industrieprodukt und Sinnbild eines modernen Sitzmöbels. Dieser Stuhl besteht aus sechs Teilen, zwei Muttern und zehn Schrauben, lässt sich problemlos zerlegen, verpacken, versenden und wieder zusammensetzen. Für den Transport wurden die Möbelteile in Papier eingewickelt und die Holzkisten unterschiedlicher Größen wurden mit Holzwolle ausgepolstert. Das ist auf dem Originalbild von 1929 und an dem originalgetreuen Nachbau einer Transportkiste für den Stuhl Nr. 18 gut zu erkennen.

Gebrüder Thonet, Sessel Nr. 14, 1859
© Wolfgang Thillmann
Verpacken der Sesselteile in Kisten aus: Album Thonet Mundus 1929
© Wolfgang Thillmann
Nachgestellte Transportkiste der Firma Thonet, 2019
© Wolfgang Thillmann

Michael Thonet verbesserte nicht nur ständig die Produktion, sondern auch Vertrieb und Marketing. Das war zu seiner Zeit noch ungewöhnlich. Viele Tischler waren davon überzeugt, dass Qualität allein das beste Argument für ihre Möbel sei. Thonet betrieb eine andere Strategie. Die Firma verschickte Verkaufskataloge in mehreren Sprachen und Spezialkataloge für Theater, Gastronomie und Krankenhäuser. Die Gebrüder Thonet machten sich unabhängig vom Möbelhandel und eröffneten eigene Geschäfte in Wien, München, Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main und siebzehn weitere, von New York bis Odessa.

Mit Rationalisierung und Spezialisierung setzten Michael Thonet und seine Söhne also fort, was Abraham und David Roentgen im Jahrhundert zuvor begonnen hatten. Trotz vieler Ähnlichkeiten gibt es entscheidende Unterschiede. Die Fertigung in der Roentgen-Manufaktur zielte auf einzigartige Luxuserzeugnisse und ästhetische Meisterwerke aus erlesenen Hölzern, bei Thonet dagegen auf günstige Massenartikel aus Buchenholz mit eigener Formensprache. Eine Vielzahl von Spezialisten arbeitete bei Roentgen, bei Thonet waren es ausschließlich angelernte Arbeiter. Roentgen war auf Zulieferer angewiesen, Thonet behielt alle Arbeitsvorgänge in seiner Firma und unter seiner Kontrolle. Roentgen verfeinerte Mechanik und Dekor der Möbel immer weiter, Thonet perfektionierte dagegen den Herstellungsprozess seiner schlichten Möbel. Bei Roentgen waren die Möbel zerlegbar, um sie vor Transportschäden zu schützen. Thonet nutzte austauschbare Bauteile, damit seine Möbel an kostengünstigen Standorten produziert, zusammengeführt und problemlos montiert werden konnten. Roentgen verzichtete auf eine Signatur, Thonet machte seinen Namen zur Marke. Sie war so wichtig, dass Prägestempel und Schutzmarke immer wieder verändert wurden. Auch das war damals ungewöhnlich. Schließlich verbindet bei allen Unterschieden noch eine Gemeinsamkeit Michael Thonet mit Abraham und David Roentgen: Sie alle kamen aus dem Tischlerhandwerk, dachten aber kaufmännisch. Auch hier waren die Roentgens Vorreiter.

Durch die Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts erhielt die Serienmöbelfertigung einen großen Schub. Handel und Gewerbe wuchsen, die öffentliche Verwaltung wurde ausgebaut, Wissenschaft und Technik machten große Fortschritte. Es kam zu einem regelrechten Wirtschaftswunder. Mit den vielen neuen Angestellten und Beamten bildete sich im Bürgertum der neue Mittelstand heraus: eine Schicht aus gut ausgebildeten Beschäftigten mit einem mittleren Einkommen, die sich in neu errichteten Mietwohnungen ‚standesgemäß‘ einrichten wollten, aber auch auf die Kosten achten mussten. Ihnen war eine komplette Wohnungseinrichtung auf Bestellung vom Tischler viel zu teuer, und die herkömmlichen Handwerksbetriebe konnten die große Nachfrage nach Möbeln auch gar nicht decken. Größere Werkstätten und Fabriken entstanden, die anfangs mit Dampfmaschine und später mit Elektromotor Möbel in Serie produzierten. Es entstanden Möbelgeschäfte, und die neuen Warenhäuser präsentierten vollständige Zimmereinrichtungen.

Doch bei weitem konnten nicht alle Fabriken Möbel mit der Maschine in der Qualität produzieren, die Michael Thonet bei seinen Sitzmöbeln aus gebogenem Buchenholz erreicht hatte. Fabrikmöbel hatten deshalb lange Zeit bei den Kunden einen schlechten Ruf. Das änderte sich erst, als Unternehmer wie der Möbeltischler Karl Schmidt (1873–1948) in seinen 1898 gegründeten Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst ab 1903 gut gestaltete Fabrikmöbel für breite Bevölkerungsschichten herstellte. Er erweiterte die Serienmöbelfertigung auf alle Möbeltypen einer Wohnungseinrichtung. Der Mengenabsatz sorgte für einen erschwinglichen Preis, und Qualität hatten die neuen „Maschinenmöbel“ auch. Schmidts Schwager, der Architekt Richard Riemerschmid (1868–1957), hatte sie entworfen, wie zum Beispiel das hier abgebildete Wohnzimmer.

Richard Riemerschmid, Wohnzimmer mit Maschinenmöbeln, 1906
aus: Dekorative Kunst (Februar 1906)

 

Die Konstruktion dieser Möbel war von vornherein auf eine Fertigung mit der Maschine abgestimmt. Das unterscheidet die Möbel der Dresdner Werkstätten beispielsweise deutlich von denen der Wiener Werkstätte. Zwar ist der „Brettlstil“ von Josef Hoffmann (1870–1956) in seiner formalen Schlichtheit den Fabrikmöbeln aus Dresden sehr ähnlich. Schließlich sind beide Werkstätten auch von der englischen Arts-and-Craft-Bewegung beeinflusst. Aber die Wiener Möbel, etwa das von Hoffmann gestaltete Wohnzimmer für den Kaufmann Max Biach, waren selbstverständlich keine Industrieprodukte. Vielmehr wurden sie zu einem Teil in der Tischlerei der Wiener Werkstätte ausgeführt, größtenteils aber als Auftragsarbeiten in anderen hervorragenden Tischlereien. Deshalb richteten sich diese Möbel vor allem an eine vermögende Käuferschicht.

Josef Hoffmann, Wohnzimmer für Max Biach, Wien, 1905
aus: Innendekoration (Februar 1905)

Die Kunsttischler Abraham und David Roentgen waren also in mehrfacher Hinsicht Vorläufer der Serienmöbelfertigung im 19. Jahrhundert. Sie arbeiteten bereits mit normierten Bauteilen und setzten damit auf eine Herstellungsweise, die Michael Thonet mit der maschinellen Fertigung weiterentwickelte und Karl Schmidt in Spezialwerkstätten noch weiter ausbaute. Die Roentgens betrieben schon Marketing, und die Möbelfabriken Jahrzehnte später perfektionierten es mit Versandkatalogen und Verkaufsstellen. Der Firmenname wurde zur Marke, so wie es die berühmten Kunsttischler vorgemacht hatten. Die Roentgens arbeiteten mit vielen Künstlern zusammen wie auch die Wiener Werkstätte oder Karl Schmidt, der namhafte Architekten entwerfen ließ. Die Möbel sollten auch eine Botschaft haben. So boten Abraham und David Roentgen der höfischen Welt unübertroffenen Luxus. Die Werkstätten in Wien und Dresden dagegen versprachen ihren bürgerlichen Kunden nichts weniger als ein ganz neues, modernes Lebensgefühl.

Ein Beitrag von Maren-Sophie Fünderich, Historikerin und Kunsthistorikerin in Bielefeld

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