Welche Arbeitskleidung brauchen wir in der Zukunft? SchülerInnen stellen ihre Visionen vor

Sinnestrainer, Perspektivenhändlerin für Reise und Speise oder Versteckdesigner: Das alles sind Berufe, die es laut den SchülerInnen der 3c RG/WRG 8 Feldgasse in Zukunft geben könnte. Sie erarbeiteten im partizipativen Workshop gemeinsam mit LehrerInnen, KuratorInnen, ExpertInnen und KünstlerInnen Inhalte, die auf dem Prinzip von Citizen Science – einer für Laien offenen Wissenschaft – basieren. Für die gemeinsam mit den MAK-VermittlerInnen und der Künstlerin Anna Schwarz sowie der Kostümbildnerin Isis Flatz entworfene Arbeitskleidung wurde die MAK-Säulenhalle kurzfristig zum Laufsteg umfunktioniert.

„Der Beamer kann dich hinbeamen, wohin du willst. Es gibt keinen CO2- Ausstoß, weil man nicht fliegen muss und auch keine Reisekosten“, meinen Hannah und Rida, die gemeinsam die Perspektivenhändlerin für Reise und Speise entworfen haben. Sirius und Oles wollen mit ihrem Versteckdesigner den Menschen in der Zukunft ihre Privatsphäre wiedergeben. „Man muss die Leute vor den Drohnen, Kameras, dem Internet überhaupt schützen“, meinen sie im Interview für den MAK-Blog.

 

Herausforderungen der Zukunft

Der Citizen Science-Prozess Arbeitskleidung der Zukunft sollte vor allem die Dynamik der Automatisierung menschlicher Tätigkeitsfelder, individueller Arbeitsformen und alternativer gesellschaftlicher Rollen sichtbar machen sowie das Bewusstsein für die Herausforderungen der Zukunft stärken. Zum thematischen Kern gehörte die Neubewertung von menschlichen Fähigkeiten, von Stärken und vermeintlichen Schwächen.

 

Werkzeuge des Wandels

Ausgehend vom Szenario, dass Roboter viele notwendige Tätigkeiten übernehmen können und wir eher jene Arbeit machen dürfen, die wir wirklich wollen und die uns sinnvoll erscheint, skizzierten die SchülerInnen Projekte, deren Zusammenführung und Analyse sechs zukünftige Berufsbilder ergab. Mit verschiedensten Materialien wurden „Werkzeuge des Wandels“ kreiert. „Wenn die Welt nicht mehr der blaue Planet ist, den wir uns vor vielen Jahren vorgestellt haben, wird sich einiges ändern müssen, aber dann wird es zu spät sein“ sehen Marlies und Alma die dringende Notwendigkeit zu handeln und entwarfen den Weltbeweger für Landschaft und Lebewesen.

Im Video stellen alle Gruppen ihre Entwürfe vor und beschreiben die Ideen dahinter:

Die Ergebnisse dieses partizipativen Workshops fließen in das anlässlich der VIENNA BIENNALE FOR CHANGE 2019 neu aufgestellte MAK DESIGN LAB sowie in die MAK Lab App ein.

Interview: Janina Falkner, MAK-Neue Lernkonzepte
Video: Paul Wünsche, MAK-Marketing und Kommunikation, © MAK
Ein Beitrag von Veronika Träger, MAK-Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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