EU-Projekt ARTNOUVEAU2: Internationales Arbeiten während der COVID-19-Pandemie

Der internationale Austausch und das Netzwerken zwischen Expert*innen spielt bei EU-Projekten  eine wichtige Rolle. Neun Partnerinstitutionen in sieben verschiedenen Ländern arbeiten beim EU-Projekt ARTNOUVEAU2 – Strengthening the cultural identity of the Danube region by building on common heritage of ART NOUVEAU zusammen, um das ökonomische Wachstum der Partnerregionen voranzutreiben und die regionale und transnationale kulturelle Identität zu stärken. Für den MAK-Blog schildert Paula Marschalek, welche Herausforderungen die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen für Reisen und persönlichen Austausch im Rahmen des EU-Projekts mit sich bringen. 

Seit Juli 2020 beteiligt sich das MAK als österreichischer Partner an ARTNOUVEAU2 – Strengthening the cultural identity of the Danube region by building on common heritage of ART NOUVEAU. Durch interdisziplinäre Forschung soll innerhalb von zwei Jahren eine Professionalisierung der touristischen Vermarktung der Donauregion sowie eine Anreicherung und Diversifizierung des bestehenden Vermittlungsangebots ermöglicht und erreicht werden. Für den Erfolg des großangelegten EU-Projekts sind eine enge Kooperation zwischen den teilnehmenden Ländern, eine überregionale wissenschaftliche Vernetzung und der persönliche Dialog zwischen Expert*innen der Institutionen essenziell.

 

Dieser Austausch ist seit geraumer Zeit nur mehr virtuell möglich. Das Erleben der Partnerregionen und der Städte in den teilnehmenden Ländern muss über digitale Wege erfolgen. Fachgespräche der Expert*innen werden ausschließlich über Zoom-Calls geführt. Eine weitere Herausforderung ist die veränderte Arbeitswelt in allen Partnerinstitutionen: Homeoffice ist nicht mehr die Ausnahme, sondern die „neue Normalität“. Dies führt mitunter dazu, dass Kommunikation manchmal mehr Zeit als üblicherweise benötigt.

Viele Projektpartner*innen hatten noch nicht die Gelegenheit, einander persönlich kennenzulernen. Über digitale Plattformen kann dieser Verlust an direktem Austausch bis zu einem gewissen Grad, aber nicht völlig kompensiert werden. Erst wenn das Projekt weit fortgeschritten ist, wird vermutlich ein erstes persönliches Aufeinandertreffen möglich sein. Die Sehnsucht nach einem Ende der Pandemie und nach Lockerungen der Kontakt-Einschränkungen ist daher nicht nur im privaten und gesellschaftlichem Leben, sondern auch in der Arbeitswelt groß.

Bei der Planung von Veranstaltungen sind Improvisation und Kreativität nötig. So wurde beispielsweise der bereits zur Tradition gewordene „Welttag der Fremdenführer*innen“ am 21. Februar 2021 in den virtuellen Raum verlegt und das Programm dementsprechend adaptiert. Statt Führungen im MAK zum Thema „Vom Biedermeier über den Historismus zum Jugendstil“ anzubieten, setzten sich Wiener Fremdenführer*innen in kurzen Videosequenzen mit ausgesuchten Objekten der MAK-Schausammlung auseinander.

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Schwierige Situationen haben auch ihre positiven Seiten. Die COVID-Krise fördert und fordert unsere Kreativität und Flexibilität. In rasender Geschwindigkeit wurden neue Formen von Veranstaltungen und Kommunikationsabläufen entwickelt und „gemeinsame“ Arbeitstage im EU-Projekt ARTNOUVEAU2 koordiniert. So stellen sich Herausforderungen auch als Chancen dar, die genutzt werden wollen.

Ein Beitrag von Paula Marschalek, Projektassistenz EU-Projekt ARTNOUVEAU2, MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung

Das Projekt ARTNOUVEAU2 wird aus den Mitteln der europäischen Union, Interreg Danube Transnational Programme, gefördert.

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Tipp: Besucher*innenumfrage im Rahmen von ARTNOUVEAU2
Hier der Link Danube Transnational Survey 2021

 

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