08/11 BIBLIOTHEK UND KUNSTBLATTSAMMLUNG

MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung

MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung
Leitung: Kathrin Pokorny-Nagel
Präsentation und Diskussion
Dienstag, 8. November 2011, 12.30–14.30 Uhr
MAK-Säulenhalle

Bereits bei der Gründung des Museums spielte Gottfrieds Sempers Idee einer Synthese von Wissenschaft, Industrie (dieser Begriff würde heute eher dem der „Wirtschaft“ entsprechen) und Kunst eine bedeutende Rolle. Dementsprechend sollte auch der systematische Aufbau einer Bibliothek und Kunstblättersammlung im Zusammenspiel mit einer Vorbildersammlung die Wissensvermittlung und den Zugang zu „geschmacksbildenden“ Vorbildern ermöglichen. Gründungsdirektor Rudolf von Eitelberger, der dem Museum große Teile seiner Privatbibliothek überließ, legte eine Sammlung an, die nicht nur aus Fachbüchern zu Kunst und Kunstgewerbe besteht, sondern ebenso Vorlagewerke wie Ornamentstiche, Handzeichnungen, Fotografien, Plakate, grafische Entwürfe und Musterblätter umfasst.
Die mit heute rund 650.000 Objekten bei weitem umfangreichste Sammlung des MAK war und ist als Informationsvermittlungsstelle für das Museum ebenso gedacht wie als eigenständige wissenschaftliche Institution. So leitet die Bibliothek und Kunstblättersammlung seit jeher den Großteil aller im MAK laufenden wissenschaftlichen Forschungsprojekte. Als älteste Museumsbibliothek des europäischen Kontinents mit Schwerpunkt angewandte Kunst erweitert die Sammlung ihre Bestände kontinuierlich.

Mit ihrer Sammlungstätigkeit und der Fülle ihrer Projekte hat die Bibliothek und Kunstblättersammlung maßgeblich zum internationalen Ansehen und zur Öffentlichkeitsarbeit des MAK beigetragen.
So soll auch in Zukunft verstärkt am Ausbau der Informationsvermittlung und der wissenschaftlichen Aufarbeitung weiterer zeitgemäßer Aspekte der Sammlung gearbeitet werden. Gesteigerte Aufmerksamkeit wird dabei auch auf die öffentlichkeitswirksamen Möglichkeiten der Internetpräsentation und der Objektdokumentation von Sammlungsbeständen gelegt. Neue, bisher nicht untersuchte Inhalte und Perspektiven sollen den virtuellen sowie den reellen Raum neu durchmessen.

Die Ausstellungen der nächsten Jahre werden dem Wechselspiel zwischen historischer Sammlung und Gegenwartskunst gewidmet sein. Einerseits sollen im Kunstblättersaal vermehrt Ausstellungen entwickelt werden, die vom Bestand ausgehend auf aktuelle Positionen reagieren, andererseits können durch Kooperationen mit zeitgenössischen Künstlern und Grafikern die Bestände erweitert werden.
Die Bibliothek und Kunstblättersammlung betreut auch den MAK-Lesesaal, der ein Höchstmaß an Besucherservice bietet – Öffnungszeiten an den Wochenenden, freien Eintritt, kurze Bearbeitungs- und Aushebzeiten, technische Ausstattung, geschultes Personal zur Informationsvermittlung und das Ambiente eines modernen Lesesaals, gestaltet von Ursula Aichwalder und Hermann Strobl.
>> Präsentation Bibliothek und Kunstblättersammlung

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