MAK inside: LOOS.Zeitgenössisch

 

Die vom Loos-Experten Yehuda E. Safran für das CAAA – Centro para os Assuntos da Arte e Arquitectura Guimarães, Portugal, entwickelte Ausstellung LOOS. Zeitgenössisch dokumentiert den Einfluss von dessen OEuvre auf die Baukultur der letzten hundert Jahre, wie Werke von u. a. Le Corbusier, Hermann Czech, José Paulo Dos Santos, Eileen Gray, Herzog & De Meuron, Friedrich Kiesler, Rem Koolhaas, Richard Neutra, Aldo Rossi, Rudolph M. Schindler, Eduardo Souto de Moura, Ludwig Wittgenstein belegen.

Anhand von Entwürfen, Modellen, Möbeln, Fotos und Publikationen sowie Interviews thematisiert die Ausstellung das nie endende Bemühen um eine Balance zwischen Innen- und Außenwelt. Zeitgenössische „Wiener Positionen“ zu Loos in Form von Arbeiten von KünstlerInnen und ArchitektInnen wie z. B. Heinz Frank, Karl- Heinz Klopf und Hubmann/Vass Architekten ergänzen die Wiener Station der Ausstellung ebenso wie der Rückblick auf wichtige Loos-Präsentationen und die Loos-Forschung in Wien.

Der Ausstellungsaufbau ist bereits im vollen Gange und schon jetzt ist zu erkennen, dass die Ausstellung  nicht nur zeitgeschichtlichen Exponaten, sondern auch mit audiovisuellen Elementen punkten kann.

Es wird also noch geschraubt, gehämmert und fleißig gearbeitet um rechtzeitig zur Ausstellungseröffnung am 12.März fertig zu sein.

 

Das Rahmenprogramm mit Filmen, Diskussionen, Vorträgen und Führungen rundet den umfassenden Einblick in die Thematik ab. Weitere Informationen zum Programm sind auf der Homepage zu finden.

 

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DIE After Work Meeting Points im MAK Design Shop

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Schon ist das Jahr 2013 längst nicht mehr neu und auch die Serie der After Work Meeting Points läuft erfolgreich weiter!

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Nach dem ersten am 12. Februar mit den neuen, mit echter Gold- bzw. Platinglasur überarbeiteten Schokotellern und Aschenbechern des Designers Mattias Kaiser, folgte am 26. Februar ein weiterer Höhepunkt: Die Präsentation der neuen Riess Edition Sarah Wiener mit dottings.Kathrin Radanitsch und Sofia Prodreka entwickelten die Farbegestaltung der von Sarah Wiener ausgewählten klassischen Backformen aus Riess email.

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Bester Überraschungsgast war Daniel Spoerri, der 1998 im MAK das Bankett ‚un coup de dés’’ anlässlich der Ausstellungseröffnung ‚Out of Actions’ veranstaltete und so meine Mitarbeit im MAK begründete. Zugleich auch das Zusammentreffen mit Sarah Wiener, die damals die gastronomische Supervision verantwortete, während ich das Vergnügen für die Veranstaltungsorganisation trug.

Es war ein ‚Arm und Reich’ Bankett, bei dem alle Gäste die Teilnahme zum selben Preis buchten, dann aber durch einen Würfelwurf, der Ticktes mit den geraden Zahlen der reichen und die ungeraden der armen Seite des Diners zuordneten, unterschiedlich bewirtet wurden. Bereits damals wählte ich übrigens für die ‚arme Seite’ einfaches, weiß emailliertes Blechgeschirr von Riess!

Die ‚Reichen’ bekamen ein typisches, aber doch beliebiges Menü für Anspruchsvolle fein gedeckt und auf Goldstühlen platziert, während den Armen eine einfache, aber schmackhaft und mit Liebe gekochte Spesenfolge aus unverfälschten Zutaten auf rohen Holzbänken serviert wurde. Da die Armen etwas länger auf den ‚ungeschickt inszenierten’ Service warten mussten, begann bald wer mit dem Metallgeschirr auf den Tisch zu klopfen- schon gefolgt von allen anderen Tischgenossen, sodass die Säulenhalle kurzfristig in typisch aktionistischem Höllenlärm unterzugehn schien.

 

Schließlich tauschten und teilten alle Gäste die Plätze bzw. die unterschiedlichen Menüerfahrungen.

Sarah Wiener war übrigens vergangenen Herbst zur Langen Nacht der Museen zu Gast im MAK, wo sie in der Säulenhalle mit dem Publikum Apfelkompott kochte und beim ‚Schnittlauchschneidworkshop’ im MAK Design Shop ihre Messerserie für POTT vorführte.

 

Also Grund genug, das Wiedersehn im MAK gemeinsam zu feiern und viele weitere Gäste willkommen zu heißen: Sarahs Mama, die Künstlerin Lore Heuermann kam ebenso wie die Modedesignerin Jutta Pregenzer, die gesamte Mannschaft vom ‚Stattgarten’, Lillli Hollein, Tulga Beyerle und Ana Berlin von der VIENNA DESIGN WEEK und viele viele weitere Gäste, die sich gleich mit den Backformen als Geschenk wie für den Eigenbedarf eindeckten.

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Auch die umtriebige Foodbloggerin Alexandra Palla kam im Vorausblick auf weitere After Work Meeting Points wie die Präsentation ihres RoughCutBoards, das ebenso von dottings designt wurde und ein weiterer bunter Programmpunkt verspricht der Produktlaunch der ganz frischen Upcycling Vasen von Adam Wehsely-Swiczinsky demnächst zu werden.

 

Es empfiehlt sich, die Serie weiter zu beobachten!

 

 


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Alle Fotos:© MAK

WERKSTATT-TOUR: Besuch der Petz Hornmanufaktur am 21. Februar

Beginn der Tour in der Ausstellung WerkStadt Vienna. DESIGN ENGAGING THE CITY. Auf dem Foto sind Stücke aus der Zusammenarbeit des Designers Adam Wehsely-Swiczinsky mit der Petz Hornmanufaktur zu sehen, die anlässlich der VIENNA DESIGN WEEK/Passionswege 2009 entstanden sind.

In der Manufaktur präsentiert Thomas Petz, der Werkstattbetreiber,  das Ausgangsmaterial: Horn vom südafrikanischen Watussi-Steppenrind. Thomas Petz hat den traditionsreichen Familienbetrieb von seinen Großeltern übernommen, damit führt Thomas Petz die Manufaktur, die seit 1862 besteht, in der fünften Generation.

Interessiert betrachten die Besucher/innen das bereits in ersten Schritten bearbeitete Material. Früher kam das Horn von ungarischen Steppenrindern oder aus Irland, seit der Industrialisierung ist der Bestand zurückgegangen, da es kaum noch Arbeitsrinder in Europa gibt. Nur diese Rinderrassen hatten ausreichend große und dicke Hörner für die Herstellung von Kämmen oder Schmuck. Heute ist Horn ein Nebenprodukt der Fleischindustrie.

Nicht nur das Material, sondern auch die Maschinen haben sich über die Jahre verändert. Thomas Petz erzählt, wie jede Generation die Geräte verändert, verbessert oder neu erfunden hat. Die hier abgebildeten Maschinen hat sein Großvater eigens für die Spaltung der Hörner zu Platten entwickelt.

Als Anschauungsbeispiel für die Verarbeitung der abgelagerten Hornplatten entscheidet sich Thomas Petz für einen klassischen Kamm. Für die vielen verschiedenen Arbeitsschritte zur Herstellung eines Hornkamms braucht er etwa zwanzig Minuten.

 

Hier schleift Thomas Petz den noch unpolierten Kamm, bevor er zum Abschluss die Zacken „zuspitzt“.

Fotos © MAK

 

 

 

 

MAK ON TOUR nach Brünn

Unter der inhaltlichen Leitung von Dr. Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik, wird seit 2006 mehrmals jährlich eine Kulturreise, die MAK ON TOUR, zu ausgewählten Zentren der Kunst und Architektur organisiert. Am 23.2.2013 ging das MAK wieder on Tour – dieses Mal nach Brünn zur Villa Tugendhat, Villa Jurkovič und in die Mährische Galerie.

Besuch der Mährischen Galerie
In der Mährischen Galerie wurden wir von Direktorin Kateřina Tlachová und Martina Lehmannová feierlich begrüßt.  Frau Martina Lehmannová führte uns anschließend durch die Ausstellungen „Keramik im Jugendstil in Mähren. Das Oeuvre von Hubert Kovařík“, „Die stille Revolution im Ornament. Experimente der Dekoration 1880-1930.“ und „ Josef Hoffmann Kabinett: Der gedeckte Tisch“.

© MAK

In der Ausstellung „Der gedeckte Tische“ wurde veranschaulicht, dass im Œuvre Josef Hoffmanns zwar Funktionalität im Vordergrund stand, aber nie die Einzelfunktion, sondern stets das Zusammenwirken der Einzelgegenstände bedacht worden ist. Hoffmann hat dies eindrucksvoll demonstriert: jedes Besteckstück, jeder Teil der Tischdekoration war auf die Gesamtheit abgestimmt.

Copyright linkes Bild © MAK
Copyright rechtes Bild © 2010 Moravská galerie v Brně

Die Villa Tugendhat
Zweiter Programmpunkt der MAK ON TOUR war der Besuch des wohl berühmtesten Einfamilienhaus der Moderne- die Villa Tugendhat.
Die Villa, die zwischen 1928 und 1930 errichtet wurde, ist eines der bedeutesten Werke  des deutschen Architekten Ludwig Mies Van der Rohe und gilt als Ikone eines modernen Baustils im Stil des Funktionalismus.

Zur Straße hin schaut die Villa wie ein kleiner, schlichter Bungalow mit Garage aus und wirkt (noch) relativ unspektakulär.

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Im Eingangsraum ist die Villa auch noch sehr zurückhaltend eingerichtet:  helle Wände, kaum Möbel und ein paar einfache Pflanzen.

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Geht man ein paar Zimmer weiter, findet man sich auf einmal inmitten eines architektonischen Kunstwerkes wieder:  offene und lichtdurchflutete Räume mit dünnen, chromverkleideten Säulen sind nur durch dünne Stellwände und edlen Vorhängen unterteilt. Wertvolle Teppiche  und elegante Möbel runden das Gesamtbild des Raumes ab.

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Tritt man an die Fensterfront heran, eröffnet sich ein weites Panorama über die Stadt Brünn. In der Ferne sieht man den Spielberg und die Brünner Burg.

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© MAK

1992 wurde am Esstisch der Villa Tugendhat die Teilung der Tschechoslowakei besiegelt.

© MAK

Ein weiteres Highlight: im Keller des Hauses kommt eine, für das Jahr 1930 einzigartige, Gebäudetechnik zum Vorschein: eine Lüftungszentrale zum Heizen im Winter und zum Kühlen im Sommer, der Heizkes­selraum und ein Maschinenraum für die versenkbaren Fenster­flächen sind hier untergebracht.

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Villa Jurkovič
Abschließend besuchten wir die am Stadtrand gelegene Villa Jurkovič.
Die vom Architekten Dušan Jurkovič im Jahre 1906 errichtete Villa, gehört zu den bedeutendsten Denkmälern des architektonischen Jugendstils in Mähren. Seit 2008 ist die Villa Außenstelle der Mährischen Galerie in Brno. Sie präsentiert die Vorstellungen Dušan Jurkovič’s von einem modernen Baustil, der sich aus Formen des englischen “cottage” und der slowakischen Folklore speist und diese zu einer volkstümlichen Moderne verbindet.

Informationen zur MAK ON TOUR

Fotoalbum zur MAK ON TOUR nach Brünn

Mährische Galerie
www.moravska-galerie.cz

Die Villa Tugendhat
http://www.tugendhat.eu/de/

 

MAK Publikationen

DAS GROSSE WIENER KAFFEEHAUS-EXPERIMENT; Katalog zur Ausstellung WerkStadt Vienna – DESIGN ENGAGING THE CITY

DAS GROSSE WIENER KAFFEEHAUS-EXPERIMENT

Was kann das Kaffeehaus von morgen? Um diesen wichtigen urbanen Knotenpunkt neu zu denken, luden das MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst und departure, die Kreativagentur der Stadt Wien, zu einem angewandten Forschungsprojekt unter der Regie des Wiener Architekten Gregor Eichinger. Das Forschungstagebuch vermittelt Einblicke und eröffnet Freiraum, beim nächsten Kaffeehausbesuch Konzepte selbst anzudenken oder weiterzuentwickeln.

DAS GROSSE WIENER KAFFEEHAUS-EXPERIMENT / THE GREAT VIENNESE CAFÉ: A LABORATORY, hg. von MAK & departure, mit Texten von Thomas Geisler, Bettina Leidl, Markus F. Peschl/ Thomas Fundneider, Christoph Thun-Hohenstein, mit 21 Projekttexten sowie Interviews mit Gregor Eichinger und acht Kaffeehaus-Obern,
deutsch/englisch, 184 Seiten, MAK / departure / Metroverlag, Wien 2012

19,90 € zuzügl. Versandkosten
Erhältlich im MAK Design Shop


WerkStadt Vienna: Design Engaging the City
Ein Projekt der VIENNA DESIGN WEEK in Kooperation mit dem MAK

WerkStadt Vienna: Design Engaging the City stellt eine  außerordentliche Sammlung kuratierter Projekte vor, die aus der  Zusammenarbeit von jungen DesignerInnen mit kleineren Manufakturen in  Wien im Rahmen der Passionswege der VIENNA DESIGN WEEK entstanden  sind. Durch ihre direkte Verknüpfung von Design mit lokaler Industrie  haben sie Vorbildcharakter für DesignerInnen, ProduzentInnen und  KonsumentInnen. Sie bringen jahrhundertealte Handwerkstraditionen mit  neuen Designstrategien zusammen und zeigen, dass Design für alle  inspirierend sein kann – sowohl für ProduzentInnen wie für  BenutzerInnen.
“Es geht um die emotionalen und rationalen Qualitäten von  Design, die dazu beitragen können, Menschen zusammenzubringen und  gleichzeitig das wirtschaftliche wie auch kreative Profil einer Stadt zu  befördern.“, schreibt die Gastkuratorin Sophie Lovell in dem zur Ausstellung herausgegebenen Katalog.

WerkStadt Vienna: Design Engaging the City
hg. von MAK & VIENNA DESIGN WEEK, erschienen anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im MAK (12.12.2012–17.3.2013), mit Texten von Thomas Geisler, Lilli Hollein, Sophie Lovell, Christoph Thun-Hohenstein, deutsch/englisch, 64 Seiten, MAK, Wien 2012

12,00 € zuzügl. Versandkosten
Erhältlich im MAK Design Shop