Besuch der MAISON&OBJET PARIS im Jänner 2014

Der Salon MAISON&OBJET in Paris ist für uns nicht nur unvermeidliche Pflichtübung zur Recherche, sondern immer wieder für Überraschungen gut. Kein Wunder, gehört er seit Jahren zu den großen Design-Messen in Europa.

Paris ist auch im Winter anregend und mit der Vorausschau auf den Sommer besonders entspannt:  Ausgewählte Produktvorschläge konnte man im Liegestuhl vorüberziehen lassen und sich so zwischen den kilometerlangen Wanderungen durch die Hallen inspiriert ausruhen.

© MAK

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So trafen wir einige bekannte Gesichter, etwa Nin Prantner mit ihrem patentierten Taschendiebstahlschutz BAGTOR®, der sich multifunktional auch als pfiffiges Modeaccessoire tragen lässt …

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… oder die RoughCutBoards von dottings – beide Produkte sind NEU auf der Messe, jedoch längst bei uns im MAK Design Shop erfolgreich! Besonders erfreulich, dass Design aus Österreich sich nun auch international bemerkbar macht und durchsetzt.

 

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Etliche junge Labels und Hersteller haben sich bewährt und ergänzen ihr Programm durch bunte Neuigkeiten.

Erweitertes Programm bieten die neu entdeckten leaves, flache Teller oder Platten aus lebensmittelechtem und spülmaschinenfestem Kunstharz, die zu den reversed volumes von mischer’traxler passen, bowls mit Abdrucken von Obst und Gemüse, die ursprünglich von den Designern in Handarbeit hergestellt und nun in Kleinserien zu attraktiven Konditionen Farbe und Freude in jeden Haushalt bringen.

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Genauso überrascht die erfreuliche Tatsache, dass die plugtrucks von Jörg Gätjens nun auch in beiden Größen in Rot daherkommen werden. Sie sind besonders gut zu kombinieren mit den beliebten Verteilersteckern mit bunten textilen Kabeln, die demnächst ebenso in neuer Farbauswahl in Wien eintreffen werden.

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Dem Trend entsprechend werden klare Farben und Materialien eingesetzt, häufig in Kombination mit einem ungewöhnlichen Mix (etwa Holz und Glas, Beton und Metall usw.) oder zusätzlich mit haptischen Überraschungseffekten wie dem Einsatz integrierter Magnete.

Ganz neu und spannend sind die Picknickkörbe aus Weidegeflecht mit passenden Emailschüsseln von Stefania di Petrillo oder die Keramikeierbecher mit Magnetkern von Doreen Westphal, alle genannten Produkte und noch viel mehr sind bereits bestellt und demnächst erhältlich im MAK Design Shop!

 

 

WERKSTATT-TOUR: Besuch der Petz Hornmanufaktur am 21. Februar

Beginn der Tour in der Ausstellung WerkStadt Vienna. DESIGN ENGAGING THE CITY. Auf dem Foto sind Stücke aus der Zusammenarbeit des Designers Adam Wehsely-Swiczinsky mit der Petz Hornmanufaktur zu sehen, die anlässlich der VIENNA DESIGN WEEK/Passionswege 2009 entstanden sind.

In der Manufaktur präsentiert Thomas Petz, der Werkstattbetreiber,  das Ausgangsmaterial: Horn vom südafrikanischen Watussi-Steppenrind. Thomas Petz hat den traditionsreichen Familienbetrieb von seinen Großeltern übernommen, damit führt Thomas Petz die Manufaktur, die seit 1862 besteht, in der fünften Generation.

Interessiert betrachten die Besucher/innen das bereits in ersten Schritten bearbeitete Material. Früher kam das Horn von ungarischen Steppenrindern oder aus Irland, seit der Industrialisierung ist der Bestand zurückgegangen, da es kaum noch Arbeitsrinder in Europa gibt. Nur diese Rinderrassen hatten ausreichend große und dicke Hörner für die Herstellung von Kämmen oder Schmuck. Heute ist Horn ein Nebenprodukt der Fleischindustrie.

Nicht nur das Material, sondern auch die Maschinen haben sich über die Jahre verändert. Thomas Petz erzählt, wie jede Generation die Geräte verändert, verbessert oder neu erfunden hat. Die hier abgebildeten Maschinen hat sein Großvater eigens für die Spaltung der Hörner zu Platten entwickelt.

Als Anschauungsbeispiel für die Verarbeitung der abgelagerten Hornplatten entscheidet sich Thomas Petz für einen klassischen Kamm. Für die vielen verschiedenen Arbeitsschritte zur Herstellung eines Hornkamms braucht er etwa zwanzig Minuten.

 

Hier schleift Thomas Petz den noch unpolierten Kamm, bevor er zum Abschluss die Zacken „zuspitzt“.

Fotos © MAK

 

 

 

 

29/11 METALL UND WIENER WERKSTÄTTE

MAK-Schausammlung Wiener Werkstätte

MAK-Schausammlung Wiener Werkstätte

MAK-Sammlung Metall und Wiener Werkstätte Archiv
Kustodin: Elisabeth Schmuttermeier
Präsentation und Diskussion
Dienstag, 29. November 2011, 12.30–14.30 Uhr
MAK-Säulenhalle Weiterlesen