WERKSTATT-TOUR: Besuch der Petz Hornmanufaktur am 21. Februar

Beginn der Tour in der Ausstellung WerkStadt Vienna. DESIGN ENGAGING THE CITY. Auf dem Foto sind Stücke aus der Zusammenarbeit des Designers Adam Wehsely-Swiczinsky mit der Petz Hornmanufaktur zu sehen, die anlässlich der VIENNA DESIGN WEEK/Passionswege 2009 entstanden sind.

In der Manufaktur präsentiert Thomas Petz, der Werkstattbetreiber,  das Ausgangsmaterial: Horn vom südafrikanischen Watussi-Steppenrind. Thomas Petz hat den traditionsreichen Familienbetrieb von seinen Großeltern übernommen, damit führt Thomas Petz die Manufaktur, die seit 1862 besteht, in der fünften Generation.

Interessiert betrachten die Besucher/innen das bereits in ersten Schritten bearbeitete Material. Früher kam das Horn von ungarischen Steppenrindern oder aus Irland, seit der Industrialisierung ist der Bestand zurückgegangen, da es kaum noch Arbeitsrinder in Europa gibt. Nur diese Rinderrassen hatten ausreichend große und dicke Hörner für die Herstellung von Kämmen oder Schmuck. Heute ist Horn ein Nebenprodukt der Fleischindustrie.

Nicht nur das Material, sondern auch die Maschinen haben sich über die Jahre verändert. Thomas Petz erzählt, wie jede Generation die Geräte verändert, verbessert oder neu erfunden hat. Die hier abgebildeten Maschinen hat sein Großvater eigens für die Spaltung der Hörner zu Platten entwickelt.

Als Anschauungsbeispiel für die Verarbeitung der abgelagerten Hornplatten entscheidet sich Thomas Petz für einen klassischen Kamm. Für die vielen verschiedenen Arbeitsschritte zur Herstellung eines Hornkamms braucht er etwa zwanzig Minuten.

 

Hier schleift Thomas Petz den noch unpolierten Kamm, bevor er zum Abschluss die Zacken „zuspitzt“.

Fotos © MAK

 

 

 

 

29/11 METALL UND WIENER WERKSTÄTTE

MAK-Schausammlung Wiener Werkstätte

MAK-Schausammlung Wiener Werkstätte

MAK-Sammlung Metall und Wiener Werkstätte Archiv
Kustodin: Elisabeth Schmuttermeier
Präsentation und Diskussion
Dienstag, 29. November 2011, 12.30–14.30 Uhr
MAK-Säulenhalle Weiterlesen