Incertitudes – EXEMPLARY: 150 Years of the MAK – from Arts and Crafts to Design

The exhibition EXEMPLARY: 150 Years of the MAK – from Arts and Crafts to Design sparks an inspired and inspiring confrontation between the long-standing history of the MAK collection and contemporary design avant-garde. Tying in with EXEMPLARY’s unique presentation, nine internationally acclaimed design mavens participated in an experiment exploring the significance of the MAK collection as both a source of inspiration and a venue for envisaging everyday life in the future.

Ying Gao, Interactive garments, Incertitudes, CA, 2013, Plastic, sewing needles, electrical components

 

Ying Gao is the creator of one of these “exemplary” projects: for Incertitudes she uses acoustic sensors in outfits which react to voices and sound with movement. The movement is generated electromechanically via a double layer of fabric and creates an aesthetic that is equally reminiscent of art, fashion, and technology.

 

Visitors of the exhibition are invited to use the online participation platform to comment on and contribute to this unique exemplary collection.

soma architecture. Immanent Elasticity

Marlies Wirth, Kuratorin der Ausstellungsreihe ANGEWANDTE KUNST. HEUTE hat uns ein paar Fotos vom Aufbau der Ausstellung soma architecture. Immanent Elasticity geschickt!

Die von soma architecture für ihre Einzelausstellung im MAK konzipierte begehbare Installation handelt von Elastizität, der Eigenschaft spezifischer Materialien, biegsam, verformbar und damit auf verschiedene Weise veränderbar zu bleiben. Dabei meint Elastizität auch eine offene Haltung zu Raum und Architektur sowie deren Wahrnehmung und Interpretation durch den Menschen. Die verzweigte, wolkenartige Raumstruktur bleibt auch sinnbildlich elastisch, sie gibt keine Bedeutungen vor, sondern bleibt frei und individuell interpretierbar. Trotz der Künstlichkeit des Materials erscheint sie gewachsen und lebendig, trotz ihrer stringenten Regelhaftigkeit und eindeutigen geometrischen Beschreibbarkeit bleibt sie chaotisch und mehrdeutig. In ihrer Elastizität steht sie für jene spekulative Raumauffassung, mit der soma architecture die vielschichtigen Verstrickungen von Wahrnehmung und geometrischen Prinzipien thematisiert.

Die Ausstellung im MAK DESIGN LABOR läuft noch bis zum14.09.2014.

Am Do, 11.9.2014 um 17:00 Uhr findet eine Publikumspräsentation und Führung mit der Kuratorin und den ArchitektInnen statt

 

Sporty Supaheroe Jacket – EXEMPLARY: 150 Years of the MAK – from Arts and Crafts to Design

To mark the museum’s jubilee, the MAK presents an inspiring juxtaposition between the tradition-steeped MAK collection and contemporary avant-garde design. Divided into nine areas, the exhibition reveals changing perspectives between defining moments of the MAK’s history—which are told through the actions of influential protagonists close to the museum—and future topics in 21st century design that will prove pivotal for the museum. In so doing, the exhibition depicts the evolution of the MAK from a promotional and educational institution for Austrian arts and crafts to an internationally outstanding forum for applied arts, design, architecture, and contemporary art.

Nine globally renowned design pioneers have agreed to participate in an experiment to investigate the significance of a model exemplary collection as a source of inspiration, which was the original motivation for founding the museum. Faced with selected design examples, they will sketch out possible future subject areas and enhancements for the unique MAK collection.

 

Wolfgang Langeder, Bike Jacket, Sporty Supaheroe Jacket, AT, 2013, Cotton, polyurethane, copper, LED, electronic components © Utope / Foto: Elisabeth Grebe

 

One crucial design for this exhibition is this Wolfgang Langeder’s high-tech cycling jacket that contains a wearable electronic system which is attached to the inside of the garment. Stretchy polyurethane circuits with numerous LEDs are intended to guarantee visibility and safety in traffic. Additional technical components – such as sensors that react to movement and change of direction – further enhance the effect.

Visitors of the exhibition are invited to use the online participation platform to comment on and contribute to this unique exemplary collection.

 

 

 

 


 

Curatorial Guided Tours through the exhibition EXEMPLARY: 150 Years of the MAK – From Arts and Crafts to Design
Thu, 10.7.2014, 5 p.m.
Sat, 27.9.2014, 11 a.m.
with Tulga Beyerle, Director of the Kunstgewerbemuseum [Museum of Decorative Arts] in Dresden

Wed, 17.9.2014, 5 p.m.
with Thomas Geisler, Curator, MAK Design Collection

Das MAKlite

Das MAK wird 150. Jahre alt. Wir haben Rudolf Wuits, Leitung der Zentralen Dienste, nach seinem ganz persönlichen Highlight gefragt.

© MAK

Einer der Highlights war die Eröffnung und Inbetriebnahme des MAKlite von James Turrell im Jahre 2004. Schon die Installation war eine Herausforderung. Aber nichts gegen die Eröffnung: Noever wollte einen Megaevent daraus machen und dies gelang uns auch.

© MAK/Georg Mayer

Zuerst ersuchten wir die MA 46 (Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten der Stadt Wien) um eine Genehmigung der Sperre der Nebenfahrbahn Stubenring zwischen Oskar-Kokoschka-Platz und Weiskirchnerstraße. Außerdem erfragten wir ein Parkverbot in diesem Bereich, um Platz für die zu erwartenden Besuchermassen zu schaffen. Nachdem beides genehmigt wurde, versuchten wir das Unmögliche: eine Genehmigung zur Sperre der Ringstraße. Schließlich erreichten wir nach harten Verhandlungen, dass die Ringstraße teilweise und für kurze Zeit gesperrt wurde.

Dann begann der Spaß. Wir bauten auf die Ladefläche eines GMC eine Halterung. Am Abend brachten wir den GMC zum Oskar-Kokoschka-Platz. Dort stieg Turrell auf den GMC und stellte sich auf die Ladefläche, wo er sich an der Halterung festhalten konnte. Dann setzte sich der GMC ­­– begleitet von vier Securitys – über die gesperrte Ringstraße in Schritttempo Richtung MAK in Bewegung. In Höhe des Haupteinganges hielt der Chauffeur, Herr Hohler-Rössel, das Auto an. Die Securitys sicherten das Auto nach allen Richtungen so ab, wie wenn jeden Moment der amerikanische Präsident ankommen würde. Dann streckte James Turrell ­– begleitet von tausenden Blicken – seinen rechten Arm Richtung MAK aus und betätigte einen Laserpointer. In diesem Augenblick schaltete sich das MAKlite ein (durch einen Techniker, der zeitgleich den Schalter im Haus betätigte) und alle waren total begeistert. Sogar der ORF machte einen Live-Einstieg.

 

 

 

Kurzinterview mit Johannes Wieninger, Kustode MAK-Sammlung Asien

Anlässlich der Neuaufstellung der MAK-Schausammlung ASIEN. China – Japan – Koreahaben wir mit Johannes Wieninger, dem Kustoden der Asien-Sammlung des MAK, gesprochen:

© MAK

 

Beschreiben Sie in fünf Stichworten die neue MAK-Schausammlung Asien!
• Die Sammlung ist Teil einer künstlerischen Arbeit.
• Tageslicht.
• Ein einmaliges Raumerlebnis, auf das man sich einlassen muss.
• Grafische Arbeiten sind in die Dauerausstellung integriert.
• Holz und Glas sind die einzigen verwendeten Materialien.

Wie kann man sich die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Tadashi Kawamata im Zuge der Neugestaltung vorstellen?
Wir haben Kawamata angesprochen und er hat zugesagt. Da er im letzten Jahr sehr viele Projekte verwirklicht hat, war es keine kontinuierliche Diskussion. Wir haben einander in Paris und Wien mehrmals getroffen, und praktisch ab der ersten Skizze Ideen entwickelt. Kawamata hat seine Raumidee zur Diskussion gestellt, als Antwort habe ich ein inhaltliches Konzept formuliert. Es war also ein Prozess, Idee und Konzept wurden in E-Mails kommuniziert und bei persönlichen Begegnungen konkretisiert.

Wie viel Zeit benötigt die Vorbereitung eines Projekts dieser Größenordnung?
Eineinhalb Jahre.

Was gefällt Ihnen persönlich am besten an der Neugestaltung?
Die Zusammenarbeit mit Künstlern habe ich seit 2009 laufend praktiziert – erstmals im Rahmen der Ausstellung CHAWAN. Teeschalen, damals hat Heinz Frank einige seiner Objekte präsentiert.
Mit Tadashi Kawamata verlassen wir die Stufe der „Parallelaktionen“, die Sammlungspräsentation wird mit der Arbeit des Künstlers verschmelzen. Das stellt eine neue Qualität für beide dar – für die MAK-Sammlung wie auch für Kawamata.
Möglicherweise werden einige BesucherInnen, solche, die vor allem traditionelle Aufstellungen bevorzugen, enttäuscht sein – dann wird es an uns liegen, ihnen dieses Konzept näherzubringen. Es ist eine Herausforderung für die Kunstvermittlung, es wird möglicherweise auch Diskussionen geben, wie man mit einer musealen Sammlung umgehen soll.

Am 19. Februar gibt es im Anschluss an den Vortrag von Tadashi Kawamata noch ein Q&A mit Tadashi Kawamata und Johannes Wieninger.
Der Vortrag wird live gestreamt, Fragen können via twitter (#askkawamata) und über unsere Facebookpage eingesendet werden.