Das MAKlite

Das MAK wird 150. Jahre alt. Wir haben Rudolf Wuits, Leitung der Zentralen Dienste, nach seinem ganz persönlichen Highlight gefragt.

© MAK

Einer der Highlights war die Eröffnung und Inbetriebnahme des MAKlite von James Turrell im Jahre 2004. Schon die Installation war eine Herausforderung. Aber nichts gegen die Eröffnung: Noever wollte einen Megaevent daraus machen und dies gelang uns auch.

© MAK/Georg Mayer

Zuerst ersuchten wir die MA 46 (Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten der Stadt Wien) um eine Genehmigung der Sperre der Nebenfahrbahn Stubenring zwischen Oskar-Kokoschka-Platz und Weiskirchnerstraße. Außerdem erfragten wir ein Parkverbot in diesem Bereich, um Platz für die zu erwartenden Besuchermassen zu schaffen. Nachdem beides genehmigt wurde, versuchten wir das Unmögliche: eine Genehmigung zur Sperre der Ringstraße. Schließlich erreichten wir nach harten Verhandlungen, dass die Ringstraße teilweise und für kurze Zeit gesperrt wurde.

Dann begann der Spaß. Wir bauten auf die Ladefläche eines GMC eine Halterung. Am Abend brachten wir den GMC zum Oskar-Kokoschka-Platz. Dort stieg Turrell auf den GMC und stellte sich auf die Ladefläche, wo er sich an der Halterung festhalten konnte. Dann setzte sich der GMC ­­– begleitet von vier Securitys – über die gesperrte Ringstraße in Schritttempo Richtung MAK in Bewegung. In Höhe des Haupteinganges hielt der Chauffeur, Herr Hohler-Rössel, das Auto an. Die Securitys sicherten das Auto nach allen Richtungen so ab, wie wenn jeden Moment der amerikanische Präsident ankommen würde. Dann streckte James Turrell ­– begleitet von tausenden Blicken – seinen rechten Arm Richtung MAK aus und betätigte einen Laserpointer. In diesem Augenblick schaltete sich das MAKlite ein (durch einen Techniker, der zeitgleich den Schalter im Haus betätigte) und alle waren total begeistert. Sogar der ORF machte einen Live-Einstieg.

 

 

 

Barbara Karl im Interview

Am 8. April öffnet die neugestaltete Schausammlung Teppiche wieder ihre Türen.
Wir haben uns mit Barbara Karl, Kustodin der Sammlung Teppiche und Textil unterhalten.

© MAK

 

 

Was ist für Sie persönlich das faszinierende an Teppichen? Woher kommt Ihr Interesse und wie würden Sie Ihren Zugang beschreiben?
Ich soll in wenigen Sätzen antworten… das ist bei der vielschichtigen Faszination, die die Objekte ausstrahlen, schwierig. Abgesehen davon, dass die Teppiche der Sammlung einzigartige Objekte von unvergleichbarer Qualität und Schönheit sind, bemühe ich mich um einen rationell wissenschaftlichen Zugang. Faszinierend ist neben der Farben und Formenvielfalt speziell die Tatsache, dass man an den Teppichen auch die Verbindungen zwischen unterschiedlichen Kultursphären nachvollziehen kann.

Was gefällt Ihnen persönlich am besten an der Neugestaltung? Gibt es ein Lieblingsobjekt?
Es ist wunderbar wie Michael Embacher das inhaltliche Konzept, das internationale Vernetzungen hervorstreicht, ins vernetzende Raumkonzept umsetzt!

Welche fünf Adjektive fallen Ihnen zur Neuaufstellung ein?
Zu viele!!

Gibt es zu einem Teppich eine schöne Geschichte?
Es gibt zu fast jedem Teppich, dessen Provenienz bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar ist, Geschichten. Eine große Anzahl von Objekten stammt aus dem Besitz der ehemaligen Herrscherdynastie der Habsburger und diente ehemals repräsentativen Zwecken.

Wie konstant ist die Auswahl der Objekte? Sind Wechsel in regelmäßigen Abständen angedacht?
Die Präsentation soll in regelmäßigen Abständen verändert werden. Wir gehen von ca. 3 Jahren aus.

Gibt es interessante Neuzugänge in der Sammlung aus den letzten Jahren?
Die Kosten für gute historische Teppichen sind so hoch, dass Ankäufe derzeit leider nicht in Frage kommen.

Teppiche waren auch immer Teil eines Austauschs zwischen Asien und Europa. Wie kann die Reise eines Teppichs aussehen?
Er wurde in Kairo gefertigt, auf dem Nil nach Alexandria transportiert, dort auf ein venezianisches Schiff verladen. In Venedig an einen Agenten des Kaisers verkauft und nach Wien transportiert. Das dauerte.

 

 

 

TELL US YOUR STORY

Wir feiern unseren 150. Geburtstag und suchen Geschichten, Filme und Fotos für eine filmische Retrospektive.

© MAK/Wißkirchen

Zum Jubiläum werfen wir einen Blick zurück:
Wie hat sich dieser Ort der Kunst, der Interaktion und der Interkreativität in der kollektiven Erinnerung seiner BesucherInnen erhalten? Was ist an Filmen, Fotografien, Souvenirs oder Memorabilien über die Jahre erhalten geblieben?

 

Für die filmische Retrospektive suchen wir nun private, historische Fotos, Filme und Erinnerungsstücke. Der österreichische Künstler, Kurator, Kunst- und Medientheoretiker Peter Weibel wird das eingelangte Material zu einem künstlerischen Film verdichten. Im Oktober 2014 wird der Film im Rahmen einer MAK-Veranstaltung und in Anwesenheit von Peter Weibel präsentiert.

„Fotografien und Filme zeigen, was die Menschen interessiert hat und belegen den Bedeutungswandel des MAK vom Schaufenster der Industrieproduktion zum Design- und Kunstmuseum“, erläutert Peter Weibel sein Interesse an diesem Projekt.
Kollektive Erinnerungen gehören zum Kern jeder Kultur. Vor dem Hintergrund seiner traditionsreichen Geschichte möchte sich das MAK als Teil des kulturellen Gedächtnisses darstellen.

 

 

Einreichungen und Fragen jeglicher Art an:

MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst
Stubenring 5, 1010 Wien
150Jahre@MAK.at

Einreichungen bis zum 30. Juni 2014
Filmpremiere: Oktober 2014

Besuch der MAISON&OBJET PARIS im Jänner 2014

Der Salon MAISON&OBJET in Paris ist für uns nicht nur unvermeidliche Pflichtübung zur Recherche, sondern immer wieder für Überraschungen gut. Kein Wunder, gehört er seit Jahren zu den großen Design-Messen in Europa.

Paris ist auch im Winter anregend und mit der Vorausschau auf den Sommer besonders entspannt:  Ausgewählte Produktvorschläge konnte man im Liegestuhl vorüberziehen lassen und sich so zwischen den kilometerlangen Wanderungen durch die Hallen inspiriert ausruhen.

© MAK

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So trafen wir einige bekannte Gesichter, etwa Nin Prantner mit ihrem patentierten Taschendiebstahlschutz BAGTOR®, der sich multifunktional auch als pfiffiges Modeaccessoire tragen lässt …

© MAK

… oder die RoughCutBoards von dottings – beide Produkte sind NEU auf der Messe, jedoch längst bei uns im MAK Design Shop erfolgreich! Besonders erfreulich, dass Design aus Österreich sich nun auch international bemerkbar macht und durchsetzt.

 

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Etliche junge Labels und Hersteller haben sich bewährt und ergänzen ihr Programm durch bunte Neuigkeiten.

Erweitertes Programm bieten die neu entdeckten leaves, flache Teller oder Platten aus lebensmittelechtem und spülmaschinenfestem Kunstharz, die zu den reversed volumes von mischer’traxler passen, bowls mit Abdrucken von Obst und Gemüse, die ursprünglich von den Designern in Handarbeit hergestellt und nun in Kleinserien zu attraktiven Konditionen Farbe und Freude in jeden Haushalt bringen.

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Genauso überrascht die erfreuliche Tatsache, dass die plugtrucks von Jörg Gätjens nun auch in beiden Größen in Rot daherkommen werden. Sie sind besonders gut zu kombinieren mit den beliebten Verteilersteckern mit bunten textilen Kabeln, die demnächst ebenso in neuer Farbauswahl in Wien eintreffen werden.

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Dem Trend entsprechend werden klare Farben und Materialien eingesetzt, häufig in Kombination mit einem ungewöhnlichen Mix (etwa Holz und Glas, Beton und Metall usw.) oder zusätzlich mit haptischen Überraschungseffekten wie dem Einsatz integrierter Magnete.

Ganz neu und spannend sind die Picknickkörbe aus Weidegeflecht mit passenden Emailschüsseln von Stefania di Petrillo oder die Keramikeierbecher mit Magnetkern von Doreen Westphal, alle genannten Produkte und noch viel mehr sind bereits bestellt und demnächst erhältlich im MAK Design Shop!

 

 

Neuaufstellung Asien: Das Spiel von Licht und Schatten.

Tadashi Kawamatas Ideen für die Neugestaltung sind vom Gedanken der permanenten Veränderung sowie dem Spiel von Licht und Schatten getragen. Die Exponate werden in großen, gerüstartigen Vitrinenblöcken präsentiert, die Fenster lassen viel Licht in den Ausstellungsraum.

Ⓒ MAK

Bei einem ersten Treffen im Frühjahr 2013 hatten Tadashi Kawamata, verantwortlich für die künstlerische Gestaltung, und Johannes Wieninger, der Kustode der Sammlung Asien und Kurator der Schausammlung, sogar die Idee, die Fenster als Vitrinen zu nutzen. Dies musste jedoch leider aus denkmalpflegerischen Gründen verworfen werden.

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„I NEED THE SPACE HERE“
Michael Embacher übernahm mit seinem Wiener Architekturbüro die Realisierung von Kawamatas Konzept. Neben persönlichen Treffen in Paris und Wien erfolgte die Kommunikation auch über E-Mail: Kawamata druckte die Wiener Pläne aus, kommentierte sie und schickte sie eingescannt zurück.

 

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Ende November 2013 wurde ein 1:1-Modell eines Moduls aufgebaut. Tadashi Kawamata und Michael Embacher änderten und Johannes Wieninger probierte Situationen mit Sammlungsobjekten aus.

 

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„Suppentopf Österreich?“
Zum Konzept von Tadashi Kawamata gehört auch die Objektbeschriftung: Infos zum Objekt werden mit der Hand auf das Vitrinenglas geschrieben. Dies sind erste Schreibproben von MAK-Mitarbeiterinnen.

 

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