Blumen schenken zum Muttertag

Den Muttertag gibt es in Österreich als Feiertag seit 1924. Sein Ursprung liegt in den USA und beruht auf dem Engagement von Anna Jarvis. Deren Mutter gründete schon 1865 eine Bewegung, die Frauen mit erschwerten Lebensbedingungen unterstützte. Anna Jarvis organisierte anlässlich des zweiten Todestages ihrer Mutter am 12. Mai 1907 ein „Memorial Mothers Day Meeting“. Damit setzte sie den entscheidenden Impuls für die Erhebung dieses Gedenktages zum Staatsfeiertag durch Präsident Wilson im Mai 1914. Anfang der 20er Jahre etablierte sich der Muttertag auch in Europa.

 

Joseph Binder: Zum Muttertag schenkt österreichische Waren! 1933
(© MAK/Gustav Belousek; BNIPI 1362)

 

 

Muttertagsplakate aus den 50er Jahren.
Links: Atelier Koszler (© MAK; PI 5407) Mitte: Atelier Koszler, Entwurf August Keil (© MAK; PI 5408) Rechts: Atelier Hofmann, Entwurf Walter Hofmann (© MAK; PI 5841).

 

Anna Jarvis gab im Zusammenhang mit dem Feiertag auch den Anstoß für den Brauch, Blumen zu schenken. Als die Methodistenkirche in Grafton eine Andacht zu Ehren aller verstorbenen Mütter hielt, ließ Anna Jarvis 500 weiße Nelken verteilen. Zum selben Anlass verfasste sie ein Schreiben, in dem sie die Grundgedanken des Muttertags festhielt. Seither sollte die weiße Blume als Verkörperung mütterlicher Tugenden zum Gedenken an die Verstorbenen verschenkt werden und die rote Nelke den lebenden Müttern gewidmet sein.

Dekorstoff (Chintz): dichte rote Nelkenzweige, naturweißer Grund (© MAK/Branislav Djordjevic; T 6797).

 

 

Zur derzeit laufenden Ausstellung ‚Ein Schuss Rhythmus und Farbe. Englisches Textildesign des ausgehenden 19. Jahrhunderts‘, MAK-Studiensammlung Textil, wurden 918 Englische Stoffe und Tapeten online gestellt: http://sammlungen.mak.at

Blumen strahlen durch ihre Natürlichkeit und Vielfalt eine Lebendigkeit aus, die auf ideale Weise Empfindungen wie Liebe und Dankbarkeit transportieren. Gleichzeitig versinnbildlichen sie das Menschenleben in seiner Blütezeit und Vergänglichkeit. In ihrer ambivalenten Symbolik ziehen sich Blumenmotive durch alle Epochen und Gattungen der Kunstgeschichte, wie sich auch an der Sammlung und Ausstellungen des MAK zeigen lässt:

Michael Powolny (Entwurf): Die vier Jahreszeiten, um 1907. (© MAK/Georg Mayer; KE 7884, KE 7885, KE 9575, KE 9576).

 

Einzelne Stücke sind derzeit in der Ausstellung ‚Wien 1900‘ im MAK zu sehen.

Felice Rix-Ueno: ‚Stoffdesign große Blumen‘, Entwurf für die Wiener Werkstätte 1903-1932 (© MAK; KI 12883-2)

 

Diverse ‚Farbdrucke‘ einer Serie, Japan (© MAK; KI 13623)

In der aktuellen MAK-Ausstellung ‚ J E X – Jewelry Exhibition. Schmuck von Petra Zimmermann‘ setzt sich Petra Zimmermann in ihren Schmuckobjekten mit der Vergänglichkeit des Schönen auseinander. Eine Symbolik, die auch der Blume innewohnt. Aktuelle Arbeiten von Petra Zimmermann greifen auch vermehrt florale Motive auf.

 

Foto: © MAK/Katrin Wißkirchen

Ausstellungsansicht ‚J E X – Jewelry Exhibition. Schmuck von Petra Zimmermann‘

Blumeprints gibt es im MAK Designshop.

 

‚Blumen wissen viel zu sagen,

Haben manch verborgenen Sinn,

Und des Herzens reine Liebe

War die erste Dichterin‘

(C.F. Bürger, 1750)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

After Work Meeting Point: Die MARS Glas Edition

Auf Initiative der MAK ART Society (MARS) interpretierten dreizehn Künstler unserer Zeit den Wasserbecher aus Adolf Loos’ Trinkservice No. 248. Seit 1931 wird es von Lobmeyr ausgeführt. Im Original tragen die Becher am Boden einen feinen, seidenmatt polierten Brillantschliff.

Die MARS Glas Collection zeigt Facetten einer Annäherung. Zwischen Ehrfurcht und Experiment spannt sich als roter Faden der künstlerische Blick. Mehr oder weniger radikal transformiert er den ikonischen Becher in ein zeitgenössisches Statement. Jedes Glas spricht für sich. Dennoch ist die Gesamtschau mehr als die Summe ihrer Teile, gleich einer Kunstsammlung en miniature.

Von jeher bezieht Lobmeyr wesentliche Impulse aus der Zusammenarbeit mit Malern, Architekten und Designern. Ihre Ideen werden mit allen Möglichkeiten des Handwerks umgesetzt. Dadurch erfüllen Lobmeyr-Gläser künstlerische ebenso wie funktionale Ansprüche. Auch bei extravaganter Ästhetik sind sie nachdrücklich für den Gebrauch bestimmt.

Ein Set der MARS-Glas-Edition von J. & L. Lobmeyr wird anlässlich der Eröffnung der
MAK-Ausstellung LOOS. Zeitgenössisch feierlich der MAK-Sammlung übergeben.

Seit 1986 bietet die MARS Kunstinteressierten die Möglichkeit, sich aktiv an den Ideen und der Arbeit des MAK zu beteiligen. Die MARS fördert das MAK bei der Realisierung von Aktivitäten, die Kunst direkt unterstützen: bei Forschungsarbeiten, dem Ankauf von Kunstwerken, der Unterstützung von Ausstellungsprojekten und bei der Finanzierung von Publikationen. Die Mitglieder der MARS erhalten u. a. Einladungen zu Führungen, exklusiven Events, Previews, Vernissagen, Kunst- und Architekturreisen.

 


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MAK inside: LOOS.Zeitgenössisch

 

Die vom Loos-Experten Yehuda E. Safran für das CAAA – Centro para os Assuntos da Arte e Arquitectura Guimarães, Portugal, entwickelte Ausstellung LOOS. Zeitgenössisch dokumentiert den Einfluss von dessen OEuvre auf die Baukultur der letzten hundert Jahre, wie Werke von u. a. Le Corbusier, Hermann Czech, José Paulo Dos Santos, Eileen Gray, Herzog & De Meuron, Friedrich Kiesler, Rem Koolhaas, Richard Neutra, Aldo Rossi, Rudolph M. Schindler, Eduardo Souto de Moura, Ludwig Wittgenstein belegen.

Anhand von Entwürfen, Modellen, Möbeln, Fotos und Publikationen sowie Interviews thematisiert die Ausstellung das nie endende Bemühen um eine Balance zwischen Innen- und Außenwelt. Zeitgenössische „Wiener Positionen“ zu Loos in Form von Arbeiten von KünstlerInnen und ArchitektInnen wie z. B. Heinz Frank, Karl- Heinz Klopf und Hubmann/Vass Architekten ergänzen die Wiener Station der Ausstellung ebenso wie der Rückblick auf wichtige Loos-Präsentationen und die Loos-Forschung in Wien.

Der Ausstellungsaufbau ist bereits im vollen Gange und schon jetzt ist zu erkennen, dass die Ausstellung  nicht nur zeitgeschichtlichen Exponaten, sondern auch mit audiovisuellen Elementen punkten kann.

Es wird also noch geschraubt, gehämmert und fleißig gearbeitet um rechtzeitig zur Ausstellungseröffnung am 12.März fertig zu sein.

 

Das Rahmenprogramm mit Filmen, Diskussionen, Vorträgen und Führungen rundet den umfassenden Einblick in die Thematik ab. Weitere Informationen zum Programm sind auf der Homepage zu finden.

 

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DIE After Work Meeting Points im MAK Design Shop

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Schon ist das Jahr 2013 längst nicht mehr neu und auch die Serie der After Work Meeting Points läuft erfolgreich weiter!

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Nach dem ersten am 12. Februar mit den neuen, mit echter Gold- bzw. Platinglasur überarbeiteten Schokotellern und Aschenbechern des Designers Mattias Kaiser, folgte am 26. Februar ein weiterer Höhepunkt: Die Präsentation der neuen Riess Edition Sarah Wiener mit dottings.Kathrin Radanitsch und Sofia Prodreka entwickelten die Farbegestaltung der von Sarah Wiener ausgewählten klassischen Backformen aus Riess email.

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Bester Überraschungsgast war Daniel Spoerri, der 1998 im MAK das Bankett ‚un coup de dés’’ anlässlich der Ausstellungseröffnung ‚Out of Actions’ veranstaltete und so meine Mitarbeit im MAK begründete. Zugleich auch das Zusammentreffen mit Sarah Wiener, die damals die gastronomische Supervision verantwortete, während ich das Vergnügen für die Veranstaltungsorganisation trug.

Es war ein ‚Arm und Reich’ Bankett, bei dem alle Gäste die Teilnahme zum selben Preis buchten, dann aber durch einen Würfelwurf, der Ticktes mit den geraden Zahlen der reichen und die ungeraden der armen Seite des Diners zuordneten, unterschiedlich bewirtet wurden. Bereits damals wählte ich übrigens für die ‚arme Seite’ einfaches, weiß emailliertes Blechgeschirr von Riess!

Die ‚Reichen’ bekamen ein typisches, aber doch beliebiges Menü für Anspruchsvolle fein gedeckt und auf Goldstühlen platziert, während den Armen eine einfache, aber schmackhaft und mit Liebe gekochte Spesenfolge aus unverfälschten Zutaten auf rohen Holzbänken serviert wurde. Da die Armen etwas länger auf den ‚ungeschickt inszenierten’ Service warten mussten, begann bald wer mit dem Metallgeschirr auf den Tisch zu klopfen- schon gefolgt von allen anderen Tischgenossen, sodass die Säulenhalle kurzfristig in typisch aktionistischem Höllenlärm unterzugehn schien.

 

Schließlich tauschten und teilten alle Gäste die Plätze bzw. die unterschiedlichen Menüerfahrungen.

Sarah Wiener war übrigens vergangenen Herbst zur Langen Nacht der Museen zu Gast im MAK, wo sie in der Säulenhalle mit dem Publikum Apfelkompott kochte und beim ‚Schnittlauchschneidworkshop’ im MAK Design Shop ihre Messerserie für POTT vorführte.

 

Also Grund genug, das Wiedersehn im MAK gemeinsam zu feiern und viele weitere Gäste willkommen zu heißen: Sarahs Mama, die Künstlerin Lore Heuermann kam ebenso wie die Modedesignerin Jutta Pregenzer, die gesamte Mannschaft vom ‚Stattgarten’, Lillli Hollein, Tulga Beyerle und Ana Berlin von der VIENNA DESIGN WEEK und viele viele weitere Gäste, die sich gleich mit den Backformen als Geschenk wie für den Eigenbedarf eindeckten.

© MAK

Auch die umtriebige Foodbloggerin Alexandra Palla kam im Vorausblick auf weitere After Work Meeting Points wie die Präsentation ihres RoughCutBoards, das ebenso von dottings designt wurde und ein weiterer bunter Programmpunkt verspricht der Produktlaunch der ganz frischen Upcycling Vasen von Adam Wehsely-Swiczinsky demnächst zu werden.

 

Es empfiehlt sich, die Serie weiter zu beobachten!

 

 


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Alle Fotos:© MAK

WERKSTATT-TOUR: Besuch der Petz Hornmanufaktur am 21. Februar

Beginn der Tour in der Ausstellung WerkStadt Vienna. DESIGN ENGAGING THE CITY. Auf dem Foto sind Stücke aus der Zusammenarbeit des Designers Adam Wehsely-Swiczinsky mit der Petz Hornmanufaktur zu sehen, die anlässlich der VIENNA DESIGN WEEK/Passionswege 2009 entstanden sind.

In der Manufaktur präsentiert Thomas Petz, der Werkstattbetreiber,  das Ausgangsmaterial: Horn vom südafrikanischen Watussi-Steppenrind. Thomas Petz hat den traditionsreichen Familienbetrieb von seinen Großeltern übernommen, damit führt Thomas Petz die Manufaktur, die seit 1862 besteht, in der fünften Generation.

Interessiert betrachten die Besucher/innen das bereits in ersten Schritten bearbeitete Material. Früher kam das Horn von ungarischen Steppenrindern oder aus Irland, seit der Industrialisierung ist der Bestand zurückgegangen, da es kaum noch Arbeitsrinder in Europa gibt. Nur diese Rinderrassen hatten ausreichend große und dicke Hörner für die Herstellung von Kämmen oder Schmuck. Heute ist Horn ein Nebenprodukt der Fleischindustrie.

Nicht nur das Material, sondern auch die Maschinen haben sich über die Jahre verändert. Thomas Petz erzählt, wie jede Generation die Geräte verändert, verbessert oder neu erfunden hat. Die hier abgebildeten Maschinen hat sein Großvater eigens für die Spaltung der Hörner zu Platten entwickelt.

Als Anschauungsbeispiel für die Verarbeitung der abgelagerten Hornplatten entscheidet sich Thomas Petz für einen klassischen Kamm. Für die vielen verschiedenen Arbeitsschritte zur Herstellung eines Hornkamms braucht er etwa zwanzig Minuten.

 

Hier schleift Thomas Petz den noch unpolierten Kamm, bevor er zum Abschluss die Zacken „zuspitzt“.

Fotos © MAK